Sensor + Test 2019 Prozessautomation im Fokus

Miniaturisierte Funksensorknoten

Das Unternehmen Sensorik-Bayern hat hochminiaturisierte Funksensorknoten mit 1,5 μA Ruhestrom entwickelt (Bild 2). Sie messen beliebige physikalische Größen, u. a. Temperatur, Luftdruck und Beschleunigung. Für den Aufbau einer vernetzten Fertigung oder zur Überwachung von Lagerbedingungen werden sie in Werkstücke, Bestandsanlagen oder Hochregale integriert. Je nach Betriebsmodus reicht die Laufzeit einer Knopfzelle bis zu fünf Jahre.

Über Gateways, die auf dem Raspberry Pi und eigener Software basieren, werden die Funksensorknoten in eine proprietäre Cloud-Lösung (SensorCloud) eingebunden. Die Messdaten werden via Webdienst und Webapplikationen plattformunabhängig im Browser visualisiert und automatisiert ausgewertet.

IO-Link-Daten drahtlos in die Cloud

Drahtlose Datenübertragung zieht mittlerweile auch in der Prozesstechnik ein. Für die Übertragung von IO-Link-Sensordaten aus der Feldebene in die Cloud zeigt Schildknecht eine »naht- und drahtlose« Variante. Dafür wird ein IO-Link-Master direkt an ein IIoT Edgde Gateway (Bild 3) gekoppelt, das die Daten über eine global einsetzbare eSIM-Karte an einen Cloud-Dienst oder an ein ERP-System überträgt.

Das Gateway ist eine Variante des Dataeagle 7050 des Herstellers, wurde aber um ein Raspberry-Pi-Computer-Modul erweitert. Damit stehen mehr Schnittstellen zur Feldebene zur Verfügung, zusätz­liche Sicherheitsfunktionen und Embedded Linux. Für eine drahtlose IO-Link-Übertragung vom Sensor oder Aktor bis zum IO-Link-Master kann ein Kombigerät aus IO-M12-Verteilsystem und Funkstrecke genutzt werden (Bild 4). Es enthält vier oder acht M12-Anschlüsse für Sensoren und Aktoren.