Dimensional Research Studie Probleme mit Messausrüstung kommen Unternehmen teuer zu stehen

Wenn Testausrüstung ausfällt: In einer Umfrage unter Testingenieuren wurde u.a. der Preis für einen Tag verlorene Entwicklungszeit abgeschätzt. Für 53 % der Unternehmen bedeutet es ein Umsatzverlust von 100.000 US-Dollar und mehr.
Wenn Testausrüstung ausfällt: In einer Umfrage unter Testingenieuren wurde u.a. der Preis für einen Tag verlorene Entwicklungszeit abgeschätzt. Für 53 % der Unternehmen bedeutet es ein Umsatzverlust von 100.000 US-Dollar und mehr.

Die Schattenseite der Testautomatisierung sind Fehler im Testablauf. Bremsen Sie den Betriebsablauf aus, geht Unternehmen bares Geld verloren – 100.000 US-Dollar pro Tag und mehr.

Von rund 300 befragten Testingenieuren berichtete fast jeder von vermeidbaren Verzögerungen im Arbeitsablauf, die auf fehlerhafte Gerätekonfigurationen, unzureichende Einarbeitung oder Wartungsprobleme zurückzuführen sind. Neun von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass solche Probleme zu Umsatzeinbußen führen. Die Kosten für einen ausgefallenen Entwicklungstag beziffern die Unternehmen sehr unterschiedlich: Rund 20 % der Unternehmen gehen pro Tag bis 25.000 US-Dollar verloren, 25 % rechnen mit 25.000 bis 100.000 US-Dollar Umsatzverlust und etwas mehr als die Hälfte geht von 100.000 US-Dollar und mehr aus. Lediglich 3 % gaben an, überhaupt nicht betroffen zu sein.

Kürzere Entwicklungszyklen entfremden Messgerät und Messtechniker

Als Ursache sehen die Autoren der Studie mehrere Gründe: Kürzere Markteinführungszeiten setzen neben den Entwicklern und auch die Messtechniker und Testingenieure unter Zeitdruck, mit der Folge, dass sie sich nicht mehr so intensiv wie früher mit ihren Messgeräten und Testaufbauten auseinandersetzen können. Davon sind vor allem die Marktführer betroffen, die ihre Position durch schnelle Markteinführungen behaupten müssen oder wollen. Parallel dazu steigen die Testfälle. Manche Test-Matrizen zählen über 20.000 verschiedene Testfälle. Tauchen Fehler im Testablauf auf, sind die Testabteilungen heute mehr auf technische Unterstützung vom Hersteller angewiesen als früher.

Um die Vielzahl an Testfällen in akzeptabler Zeit durchzuführen, wird der Automatisierungsgrad in den Testabteilungen erhöht. Mit dem Nachteil, dass Fachwissen über die Testausrüstung und den Testablauf nicht mehr in dem Maß wie früher aufgebaut werden kann und eine Entstörung im Fehlerfall deutlich länger dauert. Hinzu kommt eine steigende Zahl von Anwenderfehlern: 62 % der gemeldeten Probleme ließen sich laut den Befragten auf Konfigurationsfehler oder falsche Gerätehandhabung zurückführen. Bei knapp der Hälfte aller befragten Unternehmen leidet der Betriebsablauf schon ab dem ersten Tag, ab dem Probleme mit der Testausrüstung auftreten.

Differenzierungsmerkmal Service-Hotline

Testingenieure benötigen im Fehlerfall schnellen Zugriff auf das technische Fachpersonal ihres Messtechnik-Herstellers. Laut der Studie stehen 95 % der Befragten monatlich mit dem technischen Support in Kontakt, bei 60 % sind es sechs Kontaktaufnahmen pro Monat und mehr. 89 % der Befragten gehen davon aus, dass sie mit schnellerem Zugriff auf den technischen Support ihre Effizienz steigern können. Dabei sehen sie auch Wissensdatenbanken als hilfreiche Lösung an, vorausgesetzt, sie sind aktuell gehalten und die benötigten Informationen lassen sich schnell finden.

Die Studie wurde von Keysight in Auftrag gegeben. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist auf der Webseite veröffentlicht.