Batterie und Brennstoffzelle überwachen Präzisere Zustandsüberwachung durch webbasierte Visualisierung

Cell-Voltage-Monitoring-System mit webbasierter Visualisierung.
Cell-Voltage-Monitoring-System mit webbasierter Visualisierung.

Smart Testsolutions erweitert seine Spannungsüberwachung für Batterien und Brennstoffzellen um eine webbasierte Benutzeroberfläche. Eine schnellere Visualisierung der Messwerte erlaubt tiefere Einblicke in den Zustand der Zellen.

Batterien und Brennstoffzellen bestehen aus mehreren hundert verschalteten Zellen. Messmodule zur Spannungsüberwachung – Cell-Voltage-Monitoring (CVM) – tasten entsprechend viele Kanäle parallel und mit hoher Messrate ab. Im Fall von Smart Testsolutions Produktfamilie »MCM-IntelliProbe« sind es rund 400 Kanäle mit jeweils 1 kHz. Die Modelle sind für den Prüfstand konzipiert, um entwicklungsbegleitende Messungen vorzunehmen.

Klassische Prüfstandsoftware überträgt die hohe Datenmenge mit einer gewissen Latenz, was dazu führen kann, dass schnelle Ereignisse in einer Zelle zwar von der Sensorik erfasst, aber bei der nachgelagerten Datenverarbeitung und Visualisierung untergehen. Eine präzisere Zustandsüberwachung ist laut Hersteller durch eine schnellere Datenübertragung bei der Visualisierung durch eine webbasierte Benutzeroberfläche möglich.

Daten schneller visualisieren

Zwischen CVM-System und Anzeige (PC, Tablet, Smartphone) wurde eine Websocket-Verbindung eingerichtet für einen kontinuierlichen und latenzfreien Datenstrom der Messwerte. Der Zustand jeder Zelle eines vollständigen Brennstoffzellen-Verbundes kann damit genauer protokolliert und Überwacht werden.

Für die Visualisierung wird lediglich ein Endgerät mit Browser genötigt. Die CVM-Software läuft auf dem CMV-Masermodul, das die Daten auch per Funk übertragen kann. Eine Testfahrt kann dann ohne verkabelten Laptop einfach mit einem Tablet durchgeführt werden.

Der Umstieg auf Webtechnologie soll nicht auf eine Produktfamilie beschränkt bleiben. Perspektivisch sollen alle Testsysteme des Stuttgarter Messtechnikanbieters damit ausgestattet werden, kündigte Geschäftsführer Wolfgang Neu an.