Rechnergestützte Messtechnik National Instruments: Mit Innovationen zur Dollar-Milliarde

PXI-basierte  HF- und Mikrowellen-Messplätze entwickeln sich hinein in immer höhere Frequenzbereiche um die 20 GHz. Auch hier gibt es zahlreiche Neuentwicklungen.
PXI-basierte HF- und Mikrowellen-Messplätze entwickeln sich hinein in immer höhere Frequenzbereiche um die 20 GHz. Auch hier gibt es zahlreiche Neuentwicklungen.

National Instruments veranstaltete bereits zum 16. Mal den Technologie- und Anwenderkongress »Virtuelle Instrumente in der Praxis« (VIP 2011). Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz im texanischen Austin hat, plant übrigens heuer die 1-Mrd.-Dollar-Umsatzgrenze zu überspringen.

Rund 600 Besucher informierten sich in über 120 Vorträgen und Workshops unter anderem zu den Themen »Mess- und Prüftechnik“, »Prüfstandsautomatisierung«, »Fertigungs- und Baugruppentest«, »Design & Test im Automobilbereich«, »Embedded-Systemdesign und Validierung« sowie »RF- und Wireless-Test«. Besonders die in diesem Jahr neu hinzugekommenen Tracks zu »Big Physics“, »Entwurf medizintechnischer Geräte« und »Energieeffizienz und -verteilung« erfreuten sich großer Resonanz.

Eines der vielen Highlights war die Keynote von Prof. Ulrich Wagner, Vorstand für Energie und Verkehr am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., zum Thema »Umweltschonende Energieversorgung – Vision oder Illusion?«.

An der Milliarden-Dollar-Grenze dran

Der Geschäftsführer der National Instruments Germany GmbH, Michael Dams, erläuterte ausführlich die Geschäftsentwicklung des Unternehmens und nannte Erfolgsfaktoren, die in einerwirtschaftlich volatilen Zeit eine nachhaltige Technologie-Entwicklung sicherstellen können, vor allem auch mit Blick auf regenerative Energiequellen, das Ingenieurwesen allgemein und die Ingenieurausbildung im Speziellen. Nicht zuletzt peilt das Unternehmen bald die 1-Mrd.-Dollar-Umsatzmarke an.

Technischer Direktor Rahman Jamal gab in seiner Keynote Einblicke in die Produktentwicklung bei NI. Dabei spielten vor allem das 25-jährige Jubiläum von NI LabVIEW und die Weiterentwicklung dieser Systemdesignsoftware eine wichtige Rolle. Vor allem das User-Interface dieser für das grafische Systemdesign konzipierten Programmierumgebung dürfte in nächster Zeit, wie von Rahman Jamal verdeutlicht wurde, eine Modifizierung erwarten, und zwar hin zur Touch-Bedienung.

PXI für den Mikrowellen-Bereich

Interessant für Entwicklungen mit aktuellen und künftigen HF-Standards ist eine von National Instruments vorgestellte PXI-Architektur für die HF- und Mikrowellen-Messtechnik. Sie umfasst eine Vielzahl an Mixed-Signal-Messgeräten, um die Anforderungen an die Messtechnik für Leistungsverstärker in Validierungs- und Produktionsumgebungen zu erfüllen.

So beispielsweise der Vektorsignalanalysator NI PXIe-5665 bis 14 GHz, der Digitalsignalgenerator/-analysator NI PXIe-6556 mit PPMU (per Pin Parametric Measurement Unit), der Batteriesimulator NI PXIe-4154 und der Digitizer NI PXIe-5186 mit 12,5 GS/s und 5 GHz. Mit diesen PXI-basierten modularen Messgeräten sind beispielsweise Zeit-Leistungs-Vergleiche, EVM- (Error Vector Magnitude), ACLR- (Adjacent Channel Leakage Ratio), Leckstrom-, Oberwellen- sowie Leerlauf- und Kurzschluss-Messungen rasch realisierbar. Diese Architektur reiht sich in ein umfangreiches Angebot an NI-PXI-Werkzeugen ein, zu dem gegenwärtig mehr als 450 unterschiedliche PXI-Module zählen.