Messdatenerfassung Mini-Logger können immer mehr

Bald mit ISM-Funk und GPS

Zu den Innovationen zählt zweifelsohne in letzter Zeit der kleine Datenlogger MSR145WD, dessen Pluspunkte die Wireless-Anbindung via BLE und die kleine OLED-Anzeige zur unmittelbaren Visualisierung aufgezeichneter Daten sind (siehe Aufmacherbild). Als besonders erfolgreich in der Logistik-Branche erweisen sich auch die Logger MSR165 mit einer Schockaufzeichnung bis 15 g, die mittlerweile eine Erweiterung bis hin in den Beschleunigungsbereich von 200 g erfahren haben. Sie können mit spezieller Batterie bis zu fünf Jahre lang aufzeichnen. „Die 200-g-Schockmessungen sind für viele Applikationen in der Transportüberwachung wichtig“, so Wendelin Egli, „wir haben hier eine Menge Entwicklungsarbeit hineingesteckt, um mit einem speziellen Sensor diese Schock-Werte sicher erfassen und aufzeichnen zu können.“ – Sogar einen eigenen Prüfplatz für die Logger mit 200 g Erfassungsbereich hat man sich dafür bei der Schweizer Firma eingerichtet (Bild 3).

Aktuelle Entwicklungen in dem Unternehmen sind speziell vergossene Datenaufzeichnungs-Module mit Miniatursender im ISM-Band (Bild 4), die unterschiedliche Parameter erfassen können, beispielsweise Feuchte, Druck oder Temperatur, und die selbst für den in der Automobiltechnik wichtigen Temperaturbereich bis 125 °C geeignet sind. Diese Logger werden sich MSR385 nennen, sie arbeiten im Sub-GHz-ISM-Band bei 869 MHz, sind aber auch Software-mäßig auf das USA-ISM-Band umstellbar. Die Logger lassen sich beispielsweise in arbeitenden Maschinen unterbringen oder sind auch für Automotive-Tests geeignet. Sie senden auf der eingestellten ISM-Frequenz jeweils 5 ms lange Daten-Pakete, die von einem in Sichtweite angeordneten Empfangsmodul aufgenommen und weiter verarbeitet werden. Ein solches Empfangsmodul kann beispielsweise zehn verschiedene Logger-Module verwalten und deren Daten registrieren.

Künftig soll es auch den MSR165 mit GPS-Positionsdaten-Aufzeichnung geben – und noch weitere Innovationen, wie der Geschäftsführer bemerkt: „Wir denken natürlich schon an die Mobilfunk-Nutzung, um die Daten auch über größere Distanzen hinweg drahtlos zu übertragen. Deutlich haben wir in der letzten Zeit festgestellt, dass sehr viele Anwender unbedingt die Logger-Daten in einer Cloud ablegen möchten, denn so haben sie permanenten und weltweiten Zugriff auf die jeweils mit dem Logger überwachten Güter oder Anlagen. Die Mobilfunk-Datenübertragung bietet sich hier natürlich an, um einen weiteren Kommunikations-Kanal in die Cloud hinein zu schaffen.“
Unabhängig sein – Pluspunkt für künftige Innovationen
Wendelin Egli zieht als Fazit zum durchaus spannenden und recht erfolgreichen Leben seines Unternehmens in der High-Tech-Nische: „Wir haben unsere Strategie nie verlassen, unsere eigenen Wege zu gehen, sowohl was die Innovation betrifft als auch unsere wirtschaftlichen Perspektiven. Die eigenen Wege zu gehen heißt, dass man positive Erfahrungen macht, dass man natürlich auch hin und wieder Lehrgeld zahlen muss. Doch selbst das zahlt sich aus“, ist sich der Geschäftsführer absolut sicher, „das alles zeigt, dass wir eigenständig sind, und diese Eigenständigkeit lässt uns frei sein für die künftigen Innovationen.“