40 Jahre Micro-Epsilon Messtechnik aus Niederbayern

2016: 40 Jahre Micro-Epsilon Ortenburg, 40 Jahre Arbeitsjubiläum des Geschäftsführers Karl Wisspeintner und Einweihung Neubau.
2016: 40 Jahre Micro-Epsilon Ortenburg, 40 Jahre Arbeitsjubiläum des Geschäftsführers Karl Wisspeintner und Einweihung Neubau.

Mitte Juli feierte der niederbayerische Sensor-Hersteller Micro-Epsilon das 40-jährige Jubiläum in Ortenburg bei Passau und die Einweihung der neuesten Erweiterung des Firmengebäudes.

Das neue 4000 m² große Firmengebäude bietet unter anderem Platz für ein Qualifikations- und Prüflabor, einen großen Logistikbereich mit automatischem Hochregallager und für die Administration der Firmengruppe mit ihren 23 Unternehmen. Das neue Gebäude war nötig geworden, um den stetig wachsenden Platzbedarf zu decken. Denn Micro-Epsilon wächst auch nach 40-jähriger Geschichte stetig weiter.

Ursprünglich wurde Micro-Epsilon in Hannover als Handelsunternehmen für Dehnungsmessstreifen gegründet. 1976 wurde dann der Grundstein für die Entwicklung eigener Produkte im niederbayrischen Ortenburg gelegt. Anfangs war der Drei-Mann-Betrieb in einem kleinen Elektroniklabor im Kellerraum eines Privathauses untergebracht, ein paar Jahre später wurde das erste eigene Firmengebäude am jetzigen Hauptsitz errichtet.

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40 Jahre Messtechnik aus Niederbayern

Mitte Juli feierte der niederbayerische Sensor-Hersteller Micro-Epsilon das 40-jährige Jubiläum in Ortenburg bei Passau und die Einweihung der neuesten Erweiterung des Firmengebäudes.

80 % des Umsatzes wurden in den ersten Jahren im Kernkraftumfeld erwirtschaftet, mit Mess- und Prüfsystemen für extreme Temperaturen und Drücke. Doch das Ende der Kernkraft war schon bald absehbar, und so kam es 1984 zum Strategiewechsel hin zum industriellen Bereich.

Heute ist Micro-Epsilon zu einer internationalen Unternehmensgruppe angewachsen. Der Gewinn lag 2015 bei circa 14 Millionen Euro bei einem Umsatz von 130 Millionen Euro. Neben dem Hauptsitz in Ortenburg hat die Unternehmensgruppe heute auch zahlreiche weitere Standorte weltweit mit insgesamt über 900 Mitarbeitern. Alleine in Ortenburg sind es mehr als 300 Mitarbeiter in Vollzeit.

Der Gründer und Geschäftsführer Karl Wisspeintner sieht einen deutlichen Vorteil des Standorts in der ländlichen Region in der engen Verbundenheit zu den Mitarbeitern. Nur geringe Fluktuationen belasten das Unternehmen, das Know-How bleibt im Haus. Darin sieht Karl Wisspeintner auch die wahre Herausforderung eines Unternehmens: „Wir müssen Wissen kumulieren“, der Gewinn entstehe dann von ganz allein.

Gut ausgebildete Fachkräfte und das Know-How der eigenen Entwickler sind für eine Firma wie Micro-Epsilon wesentlich, denn laut dem Geschäftsführer Thomas Wisspeintner entstehen zwei Drittel des Umsatzes aus kundenspezifisch hergestellten Sensoren und Systemen. Nur das restliche Drittel entsteht aus dem Kataloggeschäft.

Viele der Sensoren werden auch in Spezialanwendungen eingesetzt, so zum Beispiel im European Extremely Large Telescope (EELT), das bei Bauabschluss das weltgrößte optische Teleskop werden soll. In jedem der 798 Spiegelsegmente sorgt ein Sensor von Micro-Epsilon für die richtige Ausrichtung.

Die komplette Produktpalette von Micro-Epsilon umfasst induktive, konfokal-chromatische und kapazitive Sensoren, dazu Laser-, Wirbelstrom-, Seilzug- und Temperatursensoren, außerdem Prüfanlagen sowie Messsysteme zum Beispiel für die 3D-Oberflächeninspektion. Haupteinsatzbereiche sind im Maschinen- und Anlagenbau, der Fertigungsautomatisierung und in Forschung und Entwicklung. Ein aktuelles Beispiel ist der Highspeed-Controller confocalDT 2471 HS mit einer Messrate von 70 kHz – nach Herstellerangaben der weltweit schnellste konfokal-chromatische Controller mit integrierter Lichtquelle.