Piezoelektronik Messsignale einfach integrieren

Kistler präsentiert auf der Sensor+Test Sensoren und Messlösungen.
Kistler präsentiert auf der Sensor+Test Sensoren und Messlösungen.

Die piezoelektrische Messtechnik hat gelegentlich den Ruf, komplex und aufwändig zu sein. Die neusten Messelektronik-Lösungen von Kistler unterstützen die einfache Integration von piezoelektrischen Sensoren in gängige Hard- und Software-Plattformen.

Kistler präsentiert auf der diesjährigen Sensor+Test in Nürnberg nebst Sensoren für die dynamische Kraft-, Druck-, Drehmoment- und Beschleunigungsmessung zwei Marktneuheiten im Bereich der Messelektronik. Die neuen Messlösungen unterstützen die einfache Integration von piezoelektrischen (PE) Sensoren in gängige Hard- und Software-Plattformen und sind speziell auf die Anforderungen von Forschungs- und Entwicklungslabors zugeschnitten.

Charakteristisch für PE-Sensoren ist der weite, hochauflösende Messbereich. Ein mit einem Mega-Newton vorbelasteter Kraftsensor kann problemlos Signale im Bereich einiger Newton messen. Außerdem ergibt die beachtliche Steifigkeit sehr hohe Eigenfrequenzen, was ein breites Nutz-Spektrum zulässt. Dies ist ideal für sehr schnelle Vorgänge. Auch sind PE-Sensoren in einem sehr großen Temperaturbereich einsetzbar.

Mit PE-Sensoren können Kraft, Druck-, Drehmoment- oder Beschleunigungssignale aufgenommen werden. Dafür müssen jedoch Ladungs-Spannungs-Wandler eingesetzt werden.

Digitale Sensorsignale mit dem Kistler LabAmp 5165A

Mit dem Kistler LabAmp5165A können die Signale der piezoelektrischen Sensoren, Piezotron-Sensoren (IEPE) und Sensoren mit Spannungsausgang gewohnt rauscharm verstärkt und analog ausgegeben werden. Neu ist die Möglichkeit die Daten jetzt auch direkt digital mit 24 Bit zu erfassen.

Die Kommunikation mit dem ein- oder vierkanaligen Verstärker erfolgt via Ethernet. Dadurch wird die Bedienung im herkömmlichen Web-Browser ermöglicht. Über diesen Weg kann der Kistler LabAmp schnell konfiguriert werden. Spitzenwerte werden direkt in der grafischen Bedienoberfläche angezeigt und ein einfacher Daten-Download auf Knopfdruck überträgt die aktuellen Messwerte auf den Computer. Die Software-Schnittstelle zur weit verbreiteten grafischen Entwicklungsumgebung LabVIEW erlaubt es, das Gerät direkt in die eigenen Applikationen einzubinden und den Datenstrom zu verarbeiten. Traditionelle Anwender, welche vorwiegend mit den analogen ±10 V Ausgangssignalen arbeiten, profitieren dank modernster Signalverarbeitung von fast unbeschränkten Filtermöglichkeiten.