Oszilloskope Mehr sehen mit dem Senkrecht-Display

Bislang bei Scopes nicht zu finden: ein um 90 Grad in die Vertikale drehbares 16:9-Display, das den neuen WaveRunner 6 Zi-Scopes von LeCroy Pluspunkte bei der Detail-Untersuchung in vielen Kanälen verschafft.
Bislang bei Scopes nicht zu finden: ein um 90 Grad in die Vertikale drehbares 16:9-Display, das den neuen WaveRunner 6 Zi-Scopes von LeCroy Pluspunkte bei der Detail-Untersuchung in vielen Kanälen verschafft.

Es müssen nicht immer Bandbreiten-Rekorde sein, die im Entwicklungslabor gefragt sind: Gerade in der täglichen Messpraxis erweisen sich viele Scope-Eigenschaften als wertvoll, die Zeit sparen und die Analysen gründlicher machen - oder die beispielsweise die Ergonomie verbessern durch eine variable Bildschirm-Ausrichtung.

Mit einem in der Oszilloskop-Technik bislang in dieser Form noch nicht realisierten Display-Konzept sowie einigen anderen technischen Leistungsmerkmalen, vor allem in Bezug auf Verarbeitungsgeschwindigkeit, kann eine neue Scope-Modellreihe von LeCroy mit Bandbreiten von 400 MHz bis 4 GHz (unterschiedlich je nach Typ) aufwarten: Die neue Serie nennt sich WaveRunner 6 Zi, und sie bietet neben umfangreiche Analysemöglichkeiten und einer breiten Palette an Anwendungspaketen und Triggern vor allem ein innovatives Display-Konzept mit einem um 90 Grad drehbaren Bildschirm.

Das übliche 16:9- Querformat ist bekanntermaßen ideal zum Betrachten von langen Signalaufzeichnungen, Zoom-Darstellungen und für das Durchsuchen von großen Datenblöcken. Bei den neuen Scopes lässt sich das 12,1-Zoll-WXGA-Display um 90 Grad drehen, so dass sich die Display-Ausrichtung vom Querformat in ein Hochformat ändert.

Insbesondere bei der Darstellung sehr vieler Kanäle untereinander auf dem Display hilft die vertikale Ausrichtung des Bildschirms: wenn man nämlich sehr viele Signaldetails erkennen möchte und hierzu das gewünschte Oszillogramm vergrößert (also mehr Platz in Vertikal-Richtung benötigt), wird es bei der bisher üblichen horizontalen Bildschirm-Ausrichtung eventuell sehr eng auf dem Bildschirm.

Eine in dieser Kategorie beachtliche Abtastrate von maximal 40 GS/s und ein tiefer Speicher bis 128 MPunkten, der komplett für Signalanalysen genutzt werden kann, sollen dem Anwender auch bei der Untersuchung von High-speed-Bussen noch detailreichere Analysen ermöglichen. Die ersten 12-bit-Oszilloskope dieser Serie mit 400 MHz und 600 MHz und 2 GS/s und 256 Mpts Speicher auf Basis der neuen Serie sind für die kommenden Monate angekündigt und werden erstmals auf der Embedded-World-Messe Anfang März 2011 gezeigt.

Die in das Gerät implementierten Analysemöglichkeiten umfassen alle in der Praxis benötigten Funktionen, die ein Entwickler momentan und auch in der nahen Zukunft benötigt. Die neuen Oszilloskope setzen erstmals in dieser Geräte-Klasse die X-Stream-II-Architektur ein und nutzen ein 64-bit-Windows7-Betriebssystem sowie High-speed-Prozessoren.

In der Praxis recht Zeit sparend wirkt sich auch die neue "WavePilot-Steuerung" aus, die einen komfortablen Zugriff auf wichtige Funktionen wie die Cursor-Steuerung, die Decodierung, die WaveScan- und History-Analysen, die LabNotebook- Dokumentationen und die FFT-Auswertungen erlaubt.

Das Angebot an Analyse-Algorithmen, auch für Seriell-Bus-Architekturen, sowie die verschiedenen Darstellungs-Varianten sind praxisgerecht auf die Anforderungen des Elektronik-Entwicklers zugeschnitten.

Die Kombination aus serienmäßigen Flanken- und SMART-Triggern, einer 4-stufigen Triggerschaltung, flexiblen Messtriggern und der TriggerScan-Funktion erlaubt es dem Anwender, Probleme sehr zeitsparend und zuverlässig zu erkennen. Trigger- und Bus-Protokoll-Decodier-Algorithmen gibt es für I2C, SPI, UART, RS-232, Audio (I2S, LJ, RJ, TDM), CAN, LIN, FlexRay, MIL-STD-1553, SATA, PCIe, 8b/10b, USB2 und viele weitere heute gebräuchliche Busse.

Eine weitere in der Praxis oft gebrauchte Funktion ist "TriggerScan". Dabei werden durch eine spezielle High-speed-Trigger-Hardware mehr Signal-Anomalien pro Zeiteinheit entdeckt als dies mit schnellen softwarebasierten Signaldarstellungs-Modi möglich wäre. Ergänzung findet diese Betriebsart durch den "History Mode", der den Anwender auf Knopfdruck in der Zeit zurückgehen lässt.

Das serienmässige XDEV Advanced Developer’s Toolkit erlaubt es darüber hinaus, selbst entwickelte mathematische Fuktionen und Messalgorithmen (u.a. mit MATLAB, C/C++, Excel, Visual Basic Script (VBS) oder JAVA Script) im Oszilloskop ablaufen zu lassen und sogar in die Verarbeitungskette des Geräts zu integrieren.