Sensorik für Wearables | Bosch Sensortec Integrierter Co-Prozessor für längere Akkulaufzeit

Sensor-Hubs mit integriertem Hilfsprozessor für Wearables. Sie kommen im »Horch-Modus« mit wenig Strom, sodass die Sensorik permanent ausgelesen werden kann.
Sensor-Hubs mit integriertem Hilfsprozessor für Wearables. Sie kommen im »Horch-Modus« mit wenig Strom, sodass die Sensorik permanent ausgelesen werden kann.

Das Auslesen von Sensorik erfordert permanentes »Horchen« des Prozessors. Das kostet Akkulaufzeit. Bosch Sensortec hat zwei kompakte Sensor-Hubs entwickelt, die dafür einen leistungsärmeren Co-Prozessor verwenden.

Die beiden Sensor-Hubs BHI260 und BHA260 von Bosch Sensortec wurden für die Entwicklung von Low-Power-Sensorik in Wearables konzipiert. Sie bestehen aus 16-Bit-MEMS-Sensoren, einem 32-Bit Fließkomma-Prozessor „Fuser 2“ und einem integrierten Hilfsprozessor. Sensordaten kann der Hilfsprozessor eigenständig aufzeichnen, analysieren und zwischenspeichern.

Der Hauptprozessor wird nur für komplexere Aufgaben zugeschaltet, wie eine automatische Aktivitätserkennung. Durch diese Art der Arbeitsteilung reduziert sich die Stromaufnahme. Der Hauptprozessor benötigt im Long-Run-Modus bei 20 MHz 950 Mikroampere. Im Turbomodus weist der Hersteller 2,8 mA bei 50 MHz und einer Prozessorleistung von 3,6 CoreMark/MHz aus.

Externe Sensoren können über SPI-, I²C 12 (BHI260) oder 25 (BHA260) GPIOs mit dem Sensor-Hub angesteuert werden. Eine Entwicklungsplattform mit Framework, Software Development Kit und Evaluationsboards ist vom Hersteller verfügbar. Beide Modelle werden im LGA-Gehäuse gefertigt, das BHI260 mit 44 Pads und 3,6 x 4,1 x 0,83 mm³, der BHA260 mit 22 Pads und 2,7 x 2,6 x 0,8 mm³.

Die Großserienproduktion beginnt im dritten Quartal 2018.