Globalfoundries und Fraunhofer High-Tech-Sensorik für IoT-Start-Ups

Im Start-Up Sensry wird Globalfoundries aktuelle Halbleiterfertigungstechnik zur Produktion für IoT-fähigen Sensormodulen verwendet.
Im Start-Up Sensry wird Globalfoundries aktuelle Halbleiterfertigungstechnik zur Produktion für IoT-fähigen Sensormodulen verwendet.

Einige hundert Millionen Euro hat Globalfoundries in die Entwicklung der 22FDX-Halbleiterfertigungstechnik investiert. Über das Start-Up Sensry wird sie nun auch kleineren Unternehmen verfügbar gemacht. Gefertigt werden kundenspezifische Sensorknoten in Prototypen-Losgröße.

Sensry soll als Auftragsfertiger den Bedarf von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus dem IoT-Bereich nach hochintegrierter, kundenspezifischer Halbleitertechnik decken. Gerade den kleinen Unternehmen, die schneller auf technische Trends aufspringen können, fehle oft die Bandbreite, um die richtigen technischen Lösungen zu finden, sagt Sensry-Geschäftsführer Konrad Herre.

Das in Dresden ansässige Start-Up wurde von Globalfoundries, den beiden Fraunhofer-Instituten IIS (Integrierte Schaltungen) und EAS (Entwicklung Adaptiver Systeme) und der Next Big Thing AG gegründet. Es hat Zugriff auf eine modulare Halbleiterproduktion, über die es Sensorknoten mit kundenspezifischer Sensorik und Kommunikationsmodul fertigt – auch in Kleinserien und für die Prototypenfertigung.

22FDX-Technik

Globalfoundries stellt dafür seine 22FDX-Fertigungstechnik zur Verfügung, für deren Entwicklung 2015 rund 220 Millionen Euro in den Dresdner Produktionsstandort flossen. Die Technik ist eine Weiterentwicklung der Fully Depleted Silicon-On-Insulator-Technik (FD-SOI), die das Unternehmen von ST Microelectronics lizenzierte und ermöglicht die Fertigung von Halbleiterchips mit geringer Leistungsaufnahme.

Zu den bisherigen Kunden gehörten Großabnehmer wie ARM oder Freescale (mittlerweile NXP). Mit der Gründung von Sensry wird sie nun auch Start-Ups und Mittelständlern zugänglich.