Kickstarter-Kampagne für Ploota Ein Airbag für Schwimmer

Bleibt man länger als 30 Sekunden unter Wasser, löst Ploota aus und die beiden integrierten Schwimmkörper werden aus einer CO2-Kartusche befüllt. So wird der Kopf über Wasser gehalten.
Bleibt man länger als 30 Sekunden unter Wasser, löst Ploota aus und die beiden integrierten Schwimmkörper werden aus einer CO2-Kartusche befüllt. So wird der Kopf über Wasser gehalten.

Laut WHO ertrinken jedes Jahr weltweit 372.000 Menschen, davon 140.000 Kinder unter 15 Jahren. Die sensorgesteuerte Rettungshilfe Ploota soll Schwimmen und Baden sicherer machen. Um die Umsetzung zu ermöglichen, gibt es eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter.

Die Badesaison startet und Millionen Urlauber steuern in Richtung Meer und Badesee. Doch dass das Schwimmen auf offenem Wasser Gefahren birgt – durch Unterströmungen, hohe Wellen oder Überschätzung der eigenen Fähigkeiten – erkennen die meisten Hobbyschwimmer erst viel zu spät.

An den Gefahren kann auch die sensorgesteuerte Rettungshilfe Ploota nichts ändern. Sie kann aber verunglückte Schwimmer vor dem Ertrinken retten: Ploota wird als Halskette getragen und funktioniert wie ein Airbag-System. Die integrierte Sensortechnologie erkennt Notsituationen daran, dass sich der Träger länger als 30 Sekunden unter Wasser befindet. So lange können Menschen durchschnittlich unter Wasser die Luft anhalten. Nach Ablauf der 30 Sekunden lösen die beiden integrierten Schwimmkörper aus und werden durch eine CO2-Kartusche befüllt. Dadurch wird der Kopf über Wasser gehalten und so die Atmung sichergestellt. Bei Bedarf kann die Rettungshilfe auch selbst ausgelöst werden.

Doch nicht nur beim Baden kann Ploota Leben retten, auch Schwimmer haben mit den Herausforderungen des Wassers zu kämpfen. Unterströmungen oder Ermüdungserscheinungen bringen sowohl Hobby- als auch Profisportler an ihre Grenzen – im offenen Wasser ein enormes Risiko. Darum unterstützt auch Schwimmlegende Thomas Lurz (u.a. mehrmaliger Weltmeister im Freiwasserschwimmen) die Idee eines sensorgesteuerten Rettungssystems.

Der Gründer Rainer Fakesch begann 2015 nach einem Badeurlaub mit der Entwicklung des ersten Prototyps, nachdem ein Familienmitglied beinahe ertrunken wäre. Nun hofft er mit der Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter die 50.000 Euro zu sammeln, mit denen er die erste Produktionscharge für Ploota starten könnte.

 

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Ein Airbag für Schwimmer

Die sensorgestützte Rettungshilfe für Schwimmer soll Menschen vor dem Ertrinken retten.

Der Unterwasser-Airbag Ploota wiegt 280 Gramm, wird wie eine Halskette getragen und ist sowohl in Kinder- als auch in Erwachsenengröße erhältlich. Alle Kickstarter-Unterstützer erhalten im Anschluss an die Kampagne einen Unterwasser-Airbag – für ein künftig sicheres Badevergnügen. Anschließend wird das Gadget für 99 Euro über den eigenen Online-Shop vertrieben. CO2-Kartuschen können dort nachbestellt und selbstständig ausgetauscht werden. Die Batterieladung lässt sich auf Knopfdruck prüfen, bei Bedarf können die handelsüblichen A23-Batterien ersetzt werden.