Tektronix Drohnenabwehr an Flughäfen

An deutschen Flughäfen sollen Systeme zur Drohnendetektion errichtet werden - Anbieter dafür gibt es genug.
An deutschen Flughäfen sollen Systeme zur Drohnendetektion errichtet werden - dafür gibt es zahlreiche Anbieter.

Tektronix bietet ein Komplettsystem zur automatischen Drohnenerkennung für große Lufträume an. Es identifiziert Typ und Hersteller.

Drohnen in Flughafennähe haben bereits in London und Frankfurt zu kostspieligen Störungen geführt. Die Bundesregierung hat die Deutsche Flugsicherung beauftragt, eine systematische Drohnendetektion an Flughäfen sicherzustellen. Detektionssysteme werden von zahlreichen Herstellern angeboten. Aus Deutschland sind es zum Beispiel Rohde & Schwarz, Aaronia und T-Systems. Aaronia lieferte bereits den Drohnen-Abwehrschirm für das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Koreas Staatsoberhaupt Kim Jong Un 2018.

Mit Tektronix kommt aus den USA ein weiteres Unternehmen hinzu. Der Messtechnikhersteller hat eine Partnerschaft mit Erisys RF Solutions geschlossen und ein automatisiertes Detektionssystem aus Spektrumanalysator und der Analysesoftware SpectrumVu entwickelt. Das System überwacht automatisiert das unlizenzierte HF-Spektrum, das zur Drohnensteuerung verwendet wird. Anhand der HF-Signatur werden Drohnen-Typ und Hersteller identifiziert.

Zum Abdecken großer Lufträume werden mehrere Messknoten, bestehend aus Netzwerkanalysator, Antenne und embedded-PC (Intel NUC), im Verbund betrieben und von einer zentralen Recheneinheit ausgewertet. Werden mehrere Netzwerkanalysatoren verwendet, kann die Drohnenposition in allen drei Raumkoordinaten bestimmt werden. Die Software untersucht das Spektrum in 40-MHz-Schritten. Die gemessenen HF-Signale werden über KI-Algorithmen verarbeitet und mit eingelernten Signalmustern verglichen, um einen Erkennungsalarm auszulösen.