Kommentar von Rahman Jamal, NI Disruptiv denken

Mehr als 300.000 Anwender arbeiten zusammen

Als wir unsere Plattform ausbauten, begann sich ein riesiges Support-Netzwerk für Ingenieure darum herum zu entwickeln. Zum einen entstand unser Partnerprogramm, das es unseren Alliance-Partnern und Integratoren erleichtert, unsere Plattform als Basis für eine Komplettlösung für ihre Kunden zu nutzen. Zum anderen wurden mittlerweile hunderte Toolkits durch die Community entwickelt und im LabView Tools Network bereitgestellt. Auch gibt es eine große Anzahl an NI-Vertriebs- und Support-Ingenieuren, die unseren Kunden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und das Allerwichtigste: Mehr als 300.000 Anwender arbeiten alle an denselben Aufgaben und teilen bereitwillig ihren Code und ihre Erfahrungen in Online-Foren und Anwendergruppen mit anderen. Dieses Ökosystem wächst beständig – es umfasst bereits sogar weit mehr Leute als sämtliche Mitarbeiter aller Firmen im Mess- und Testbereich weltweit zusammengezählt.

Nutzt der Anwender also solch eine Plattform gepaart mit einem sie unterstützenden Ökosystem, ist er nicht länger allein auf die Innovationen des Entwicklerteams des jeweiligen Herstellers beschränkt. Außerdem kann er so immer mit den neuesten Technologien Schritt halten und somit skalierbare, zukunftsfähige Lösungen entwickeln – ein Muss in der heutigen Zeit, in der sich die Anforderungen an ein Produkt innerhalb kürzester Zeit ändern und eine neue Technologie der anderen folgt. Doch was genau sind nun die Technologien und Trends, die uns in Zukunft beschäftigen werden?

Als Technologieunternehmen, das mit seinen mehr als 35.000 Kunden weltweit in engem Austausch steht, haben wir einen guten Einblick, was in nächster Zeit an Trends und Technologien auf uns zukommt, seien es das (industrielle) Internet der Dinge, Prototyping für 5G, Big Analog Data, Time Sensitive Networks (TSN), das Testen smarter Geräte oder ADAS-Systeme und Radartechnik beim autonomen Fahren. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Auf das Testen smarter Geräte soll hier etwas näher eingegangen werden.

Laut Schätzungen von Gartner werden im Jahr 2020 ca. 50 Milliarden Dinge miteinander vernetzt sein. Doch werden wir wohl kaum 50 Milliarden verschiedene Teststrategien entwickeln. Sinnvoller wäre es, smarte Testsysteme zu schaffen, die sich jederzeit an alle smarten Geräte anpassen lassen und in der Lage sind, diese auch alle zu testen.

Der klassische Ansatz der herstellerdefinierten, fest vorgegebenen Funktionalität ist für diese neuen Anforderungen kaum geeignet. Aufgrund der sich rasant ändernden Anforderungen an sein Produkt muss der Kunde in der Lage sein, jede Lösung auf Grundlage einer Plattform mit modularer Hardware und flexibler Software zu automatisieren und an seine individuellen Bedürfnisse anzupassen. Aber auch hier gilt: Entscheidend ist das ergänzende und dynamisch wachsende Ökosystem.