Sicherheitspolitik »Die Bedrohungen sind längst digital«

Anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz veranstaltete die vbw den Kongress »Sicherheitspolitik und Industrie«. Experten aus Industrie und Politik diskutierten über die Bedeutung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie als Wirtschaftsfaktor und als Bestandteil der deutschen Sicherheitsvorsorge.

Zum 10. Mal fand der Kongress parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz statt, diesmal unter dem Motto »Vertrauen, Verantwortung, Verlässlichkeit«. Im Vordergrund steht die Sicherheitsindustrie. Aber auch für die elektronische Industrie dürften die Entwicklungen in diesem Gebiet von großem Interesse sein. Der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) Alfred Gaffal erklärte, »die Bedrohungen sind längst digital«. Und für die Sicherheitsindustrie spielt die Sensorik eine immer wichtigere Rolle, wie Armin Papperger betonte. Papperger ist Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG und Präsident des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV).

Papperger betonte auch den Nutzen der Innovationen aus der Sicherheitsindustrie für zivile Technologien. So seien GPS und die Infrarot-Technologien aus der militärischen Nutzung entstanden, und auch autonomes Fahren sei ohne die militärischen Vorarbeiten nicht denkbar.

Als Vertreter der Bundesregierung war Matthias Machnig nach München gekommen. Er ist Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Er hob die Wichtigkeit des Exports für die deutsche Industrie hervor. Deshalb habe die Bundesrepublik auch ein starkes Interesse an stabilen Voraussetzungen im Ausland. Schon im Koalitiionsvertrag sind deshalb Leitplanken vorgegeben: Die Industrie soll gestärkt werden, dabei soll aber ein verantwortungsvoller Umgang mit Exporten sichergestellt werden.