Stromsensor Batterieströme hochpräzise messen

Der Stromwandler-Hersteller LEM kündigt einen hochgenauen Stromwandler an, mit dem man beispielsweise in Elektrofahrzeugen den Strom in eine bzw. aus einer Batterie mit einem Fehler von unter 0,1 Prozent messen und den Messwert per CAN-Bus übertragen kann.

Fahrzeughersteller benötigen beispielsweise diese präzisen Strommessdaten, um die Reichweite ihrer Elektroautos zu erhöhen, die Batterie in einem guten Zustand zu halten und die optimale Größe der Batterie bereitzustellen.

Der Stromwandler nennt sich CAB, er arbeitet am 12-V-Netz, misst Ströme bis zu ±400 A, bietet unbegrenzte Überlastfähigkeit und hohe Genauigkeit: der Coulomb-Zählfehler während eines gesamten Fahrzyklus wurde auf unter 0,1% verringert.

Der Wandler ist galvanisch isoliert und abgedichtet; keine elektrischen Verbindungen zum Stromnetz sind erforderlich. Im Gegensatz zu Techniken, die einen Messwiderstand in der Zuleitung erfordern, garantiert der CAB damit einen sicheren Betrieb und erzeugt keine Abwärme sowie keine Verluste.

Der CAB hat die Form einen kleinen Einbaumoduls mit den Abmessungen 71 mm x 52 mm x 21 mm ohne Halterungen. Durch seine Öffnung verläuft der Primärleiter (Batterie-Zuleitung). Der Wandler ist für einen Betriebstemperaturbereich von -40 bis +105 °C ausgelegt. Der CAB überträgt seine Daten zur EV/HEV-Steuerelektronik und verwendet dabei den Automotive-Standard CAN-Bus. Auf Anfrage bietet LEM auch Varianten, welche die Daten über andere Bus- und Schnittstellenstandards übertragen.

Der CAB-Stromwandler basiert auf LEMs Fluxgate-Prinzip. Diese Stromwandler verwenden eine magnetische Strommesstechnik, die automatisch die meisten Offset- und Drift-Fehler abschwächt oder ausschließt, wie sie bei einfacheren Strommessmethoden auftreten.