Firmenjubiläum von SICK 70 Jahre Sensorik für die Industrie

Zum 70jährigen Jubiläum gratulierte unter anderem der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte). Daneben sitzen Gisela Sick (links) und der Vorstandsvorsitzende Dr. Robert Bauer (rechts).
Zum 70jährigen Jubiläum gratulierte unter anderem der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte). Daneben sitzen Gisela Sick (links) und der Vorstandsvorsitzende Dr. Robert Bauer (rechts).

Am Montag, den 26. September 2016, feierte die SICK AG mit einem Festakt das 70-jährige Firmenjubiläum. Mit ihren Gästen blickte die Firma auf eine interessante und bewegte Geschichte zurück.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Robert Bauer begrüßte zur Jubiläumsfeier zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Auch Gisela Sick, Witwe des Firmengründers Dr. e.h. Erwin Sick und Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der SICK AG, erinnerte an die Anfänge des Unternehmens.

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann die Geschichte der heutigen SICK AG. In einer Baracke in Vaterstetten bei München, wo Gisela und Erwin Sick wohnten, verfolgten sie ihre technologischen Entwicklungsziele zur Herstellung optisch-elektronischer Geräte für friedliche Zwecke. Am 26. September 1946 erteilten die US-Behörden Erwin Sick die Lizenz, ein Ingenieurbüro zu gründen. Mit selbstgefertigten Radios sicherte Erwin Sick übergangsweise den Lebensunterhalt der Familie. Am 20. Oktober 1951 erfolgte die Patentanmeldung des Lichtvorhangs nach dem Autokollimationsprinzip. Diese Anmeldung bedeutete den technischen Durchbruch.

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70 Jahre SICK

Am Montag, den 26. September 2016, feierte die SICK AG mit einem Festakt das Firmenjubiläum. Wir zeigen einige Bilder aus 70 Jahren Firmengeschichte.

Da das Unternehmen expandierte, reichte die Baracke der Familie bald nicht mehr aus. 1954 bemühte sich Erwin Sick im Freistaat Bayern vergeblich um einen Aufbaukredit. In Baden-Württemberg konnte dieser gefunden werden. SICK zog von München ins badische Oberkirch um. Schon zwei Jahre später, 1956, zog das Unternehmen aufgrund des weiter gestiegenen Platzbedarfs erneut um, diesmal nach Waldkirch. Bereits 25 Mitarbeiter arbeiteten zu der Zeit für SICK.

Anfang der 70er-Jahre begann das Unternehmen seine internationale Expansion. Die erste Tochtergesellschaft wurde 1972 in Frankreich gegründet, bereits 1975 erfolgte die Gründung einer Vertriebsgesellschaft in den USA.

Was Gisela und Erwin Sick ursprünglich als »gesunden Mittelbetrieb mit 80 bis 100 ausgesuchten Kräften« aufbauen wollten, ist heute einer der weltweiten Technologie- und Marktführer für Sensoren und Sensorlösungen für industrielle Anwendungen mit weltweit mehr als 7400 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2015.

Die moderne Herausforderung, mit der sich SICK beschäftigt, ist Industrie 4.0 mit den benötigten intelligenten Sensoren. Dr. Robert Bauer verglich in seiner Festrede die heutige Situation mit der Situation in der Optoelektronik in den Gründerjahren des Unternehmens. So wie Erwin Sick die Optoelektronik schon vor der Erfindung des Transistors und des Lasers vorantrieb, sieht Dr. Bauer heute die Digitalisierung und Vernetzung noch ganz am Anfang der Möglichkeiten. Ein wichtiges Ziel ist laut Dr. Bauer die Einsparung von Energie und Ressourcen, die mit der Hilfe von Datenerfassung und Kommunikation ermöglicht werden soll.