Strommessung | PCIM Europe 2018 1000 A Stromwandler aus der Nische geholt

IN 1000-S Stromwandler mit erweitertem Temperaturbereich von -40 bis +85 °C.
IN 1000-S Stromwandler mit erweitertem Temperaturbereich von -40 bis +85 °C.

LEM hat einen 1000 A Stromwandler mit erweitertem Temperaturbereich entwickelt. Der Anwendungsbereich erweitert sich damit vom Labor auf industrielle und medizintechnische Anwendungen.

Der IN 1000-S ist ein Stromwandler für kontaktlose und galvanisch getrennte Messungen von Gleich-, Wechsel- und gepulsten Nennströmen bis 1000 A. In der Regel sind die Stromwandler von LEM für den Laborbetrieb ausgelegt, für die ein Betriebstemperaturbereich zwischen +10 und +40 °C ausreicht.

Das aktuelle Modell ist mit einem erweiterten Temperaturbereich von -40 bis +85 °C auch für industrielle Anwendungen, etwa Präzisions-Motorsteuerungen, geeignet oder den medizintechnischen Bereich.

Linearität von 3ppm

Der um rund 100 °C erweiterte Temperaturbereich bedeutet, dass auch die Linearität zwischen Primär- und Sekundärstrom über einen deutlich größeren Temperaturbereich gewährleistet werden muss. Dafür hat der Hersteller die Architektur des Fluxgate-Sensors verändert und erreicht eine Linearität von 3 ppm. Der Offset liegt bei 19,5 ppm über den gesamten Temperaturbereich.

Oberwellen (Ripple) am Ausgang, die vom Fluxgate-Treibersignal herrühren, unterdrückt ein digitaler Signalprozessor. Für den verbleibenden Teil der Oberwellen ist eine Kompensationsschaltung mit Spule integriert – alles in einem Gehäuse.

Der Stromwandler wird über eine bipolare 15-V-Versorgung gespeist und kann Primärleiter mit 38,2 mm Durchmesser aufnehmen. Neben dem gewöhnlichen Ausgang für den Sekundärstrom ist ein zweiter Ausgang vorhanden, zum Auslesen des Ausgangspegels („low“ oder „high“) des Wandlers.

Besucher der diesjährigen PCIM können den Stromwandler an Stand 204 in Halle 9 in Augenschein nehmen.