Wireless-Prozessortechnik Unerbittliches Rennen der Mobilgeräte-Prozessoren

Mit sehr hellem AMOLED-Plus-Display und ordentlicher Kommunikationsprozessor-Power durch einen neuen Dual-Core: Samsung Galaxy SII
Mit sehr hellem AMOLED-Plus-Display und ordentlicher Kommunikationsprozessor-Power durch einen neuen Dual-Core: Samsung Galaxy SII

Sehr deutlich auf dem Mobile World Congress wurde: alle hochkarätigen Kommunikationstechnik-Halbleiter-Hersteller kommen mit neuen, hoch integrierten Chipsätzen in den Markt. Auch Mobilfunk-Altmeister ST-Ericsson ist mit dabei.

Hat unlängst Qualcomm für Aufsehen mit seinen massiv leistungsfähigen Prozessorchips gesorgt, so löst nun auch bei anderen Anbietern der eindeutige Trend festzustellen, ebenfalls die Leistung eines hochwertigen Arbeitsplatz-Rechners in die neuen Smartphones hinein zu integrieren.

So hat beispielsweise Samsung Electronics seinen Dual-Core Applikationsprozessor Exynos 4210 mit 1 GHz, ursprünglich unter dem Namen Orion angekündigt, in sein neuestes Android-Smartphone-Spitzenprodukt Samsung Galaxy S II eingebaut.. Samsungs Applikationsprozessor Exynos 4210 wurde speziell auf die hohen Performance-Anforderungen und den geringen Energieverbrauch mobiler Anwendungen optimiert.

Aufgrund seiner Dual-Core-Architektur, seiner im Vergleich zu früheren Generationen deutlich verbesserten Grafik-Performance und seiner großen Speicherbandbreite kann der Exynos 4210 die Nachfrage der Konsumenten nach realitätsnaher Bereitstellung von Multimediainhalten mit sofortiger Reaktionsfähigkeit adressieren.

Der Prozessor unterstützt innovative High-speed-Multimediafunktionen wie Video-Encoding/Decoding, mit denen der Nutzer Inhalte mit 30 Bildern pro Sekunde in 1080P Hull-HD-Auflösung aufnehmen und abspielen können. Der Prozessor verfügt über eine Reihe von High-Speed Memory-Schnittstellen wie Low-Power DDR2, DDR3 und zahlreiche nicht-flüchtige Memory-Ressourcen. Eine Vielzahl von Codecs stehen für eine praxisgerechte Bedienoberfläche zur Verfügung und berücksichtigen speziell sich ändernde Multimediaquellen.

Und der Altmeister-Konzern im Mobilfunk, ST-Ericsson, kommt nun auch mit Multicore-Plattformen in den Markt. Es soll sie für alle Komplexität-Klassen, vom Einstiegs-Handy bis zum hochwertigen Smartphone und Tablet, geben. Die Plattformen nennen sich Nova bzw.NovaThor, und in den höheren Komplexitätsstufen dieser Serien wird ein Dual-Core A9600 arbeiten, das Ganze mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,5 GHz.

Damit spielt ST-Ericsson durchaus in einer mit Qualcomm vergleichbaren Liga, zumal diese Chipsätze im Dual-Carrier-Betrieb in HSPA+ arbeiten, was bedeutet, dass in eine einzige, physische Wireless-Verbindung mehrere Träger eingebunden werden. Auf diese Weise kann der Thor M7300 beispielsweise eine Spitzen-Downlink-Übertragungsrate von 84 Mb/s schaffen, das Ganze mit 25-Megahertz-Trägern und MIMO-Betrieb (multiple Input multiple Output).

Und um den Kampf in der Hochleistungs-Prozessor-Arena ebenfalls mitzumachen (und nicht zuletzt Qualcomm Paroli zu bieten) hat Broadcom sein ARM-Engagement erweitert: diese beiden Unternehmen unterzeichneten eine Lizenzvereinbarung, wonach Broadcom Zugang zur gesamten weiteren ARM-Prozessor-Technologie-Palette bekommt, und zwar vom Cortex-M0 bis hin zum A15  und sogar darüber hinaus. Mit implementiert in dieser Vereinbarung sind auch der mit speziellen Sicherheits-Eigenschaften ausgestattete SC000-Core und die neuen Cortex-R5 und -R7-Derivate.