Mobilkommunikation Samsung dominiert Westeuropas Smartphone-Markt

Der Name, der auf den meisten Smartphones in Westeuropa steht. Doch Kinderarbeits-Verdacht fällt auf einen chinesischen Zulieferer.
Der Name, der auf den meisten Smartphones in Westeuropa steht. Doch Kinderarbeits-Verdacht fällt auf einen chinesischen Zulieferer.

Ein jetzt veröffentlichter Markt-Report von IDC über die Umsätze mit Mobiltelefonen in Westeuropa im 2. Quartal 2012 zeigt insgesamt ein eher abwartendes Marktgeschehen, die Smartphones allein konnten aber zulegen. Weiter markant: die Smartphone-Marktdominanz durch Samsung.

Der südkoreanische Elektronik-Konzern Samsung Electronics, der Ende August (neben der Patent-Niederlage gegen Apple, die wegen Mängeln aber schon wieder auf der Kippe steht) auch noch in die Schlagzeilen gekommen war, weil ein chinesischer Zulieferer angeblich Kinderarbeit ausgenutzt haben soll, (die Vorwürfe werden derzeit überprüft), zeigt sich bezüglich der Mobilfunk-Geräteverkäufe in Westeuropa weiterhin als unangefochtener Marktführer.

Insgesamt ist das Geschäft mit Mobiltelefonen (Feature Phones plus Smartphones) in Westeuropa aufgrund der schwächeren wirtschaftlichen Umgebungsbedingungen im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 um rund 1,9 % auf 42,1 Millionen Stück zurückgegangen (siehe Grafik).

Ein weiterer Grund, warum im Sommer in Westeuropa die verkauften Stückzahlen sich reduzierten ist die Erwartung neuer Gerätegenerationen im Herbst.

Im Vergleich mit dem zweiten Quartal 2011 ging im zweiten Quartal 2012 das Geschäft mit den so genannten „Feature Phones“ um 30 % auf 14,7 Millionen Stück zurück (im Vorjahres-Quartal waren es noch 21,1 Millionen Stück).

In diesem Marktsegment wird das Haupt-Geschäft mit 58 % der Stückzahl vor allem im Preisbereich von unter 60 Euro erzielt. Das größte Wachstum in diesem Feature-Phone-Sektor kam von den Geräten im Bereich zwischen 20 Euro und 40 Euro.

Demgegenüber konnten im Vergleich mit dem zweiten Quartal 2011 im zweiten Quartal 2012 die Smartphones um 26 % auf 27,4 Millionen verkaufte Stück zulegen (siehe Grafik) – ein Wachstum, das den Rückgang bei den Feature-Phones im Quartalsvergleich jedoch nicht ausgleichen konnte.

Insgesamt stellen die Smartphones 65 % des gesamten Mobiltelefon-Stückzahl-Aufkommens in Westeuropa dar.