LTE in Japan Netzbetreiber NTT Docomo nimmt 4G-Netz in Betrieb

Mit seinem neuen LTE-4G-Netz will NTT Docomo Download-Raten bis zu 75 Mbit/s ermöglichen, was mehr als 5x schneller als die in Deutschland mit HSDPA theroetisch denkbare Übertragungs-Geschwindigkeit ist.

NTT Docomo, mit über 53 Millionen Kunden der größte Mobilfunkanbeiter in Japan und Tochtergesellschaft der NTT (Nippon Telegraph and Telephone Corporation), wird im Dezember 2010 als erster japanischer Operator ein 4G-LTE-Netz in Betrieb nehmen, das Downloads mit 37,5 Mbit/s und Uploads mit bis zu 12,5 Mbit/s erlaubt. In ausgewählten Testgebieten soll sogar eine Bandbreite von 10 MHz bereitgestellt werden, die Downloads mit 75 Mbit/s und Uploads mit 25 Mbit/s ermöglichen würde.

NTT Docomo begann diesen Monat im Bereich von Tokio mit dem Testbetrieb seines LTE-Netzes. Das 2-GHz-Netzwerk beinhaltet Dual-W-CDMA/LTE-Basisstationen, LTE-Netzwerk-Equipment und LTE-fähige Mobilgeräte. Die Basisstation-Komponenten wurden auf die schon existierenden W-CDMA-3G-Basisstationen, die mit bereits mit Dual-W-CDMA/LTE-Komponenten ausgestattet sind, aufgesetzt. Letztere können relativ einfach durch zusätzliches LTE-BDE (Basestation digital Equipment) für eine LTE-Datenübertragung upgegraded werden.

Die LTE-Mobilgeräte wurden für eine theoretische Datenübertragungsrate von 100 Mbit/s (Download) bzw. 50 Mbit/s (Upload) konzipiert. In den deutschen UMTS-Netzen beträgt unter Nutzung von HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) die theoretisch maximal erzielbar Download-Rate 14 Mbit/s.