Smartphones Mobilgeräte-Trends, Teil 2: Handy als Helfer, Wegweiser und Unterhalter

Augnented Reality wird ein großes Anwendungsfeld für Smartphones: Virtuelles überlagert die Realität
Augmented Reality wird ein großes Anwendungsfeld für Smartphones: Virtuelles überlagert die Realität

Es gibt wohl kaum eine vergleichbare Zeitspanne in der Mobilfunk-Welt, die diese Fülle an Technik-und Dienste-Innovationen vorweisen konnte wie die letzten sechs Monate. Kein Wunder: denn die Smartphone-Lawine repräsentiert ja eigentlich eine Revolution in der Computertechnik. Und damit ist Einiges möglich.

Ortsbezogene Dienste: eine weitere (R)evolution, die mit der Smartphone-Technik zusammenhängt, die aber technisch noch nicht ganz detailliert umrissen am Horizont auftaucht, sind die ortsbezogenen Dienste. Nicht nur, dass man sich seinen eigenen Standort und die Lage des nächstgelegenen Restaurants oder Hotels anzeigen lassen kann, vielmehr werden auch die Kombinationen aus ortsbezogenen Diensten und sozialen Netzwerken ein dramatisches Wachstum zu verzeichnen haben. Facebook oder Google Latitude sind einige Beispiele, die aber noch nicht völlig durchentwickelt und ausgereift sind.

Navigation überall und bis ins Detail: die künftigen Mobilfunkgeräte-Generationen werden nicht nur die Multi-Satelliten-Navigation via GPS, GLONASS oder Galileio nutzen, sondern besonders in Innenräumen auch die dort vorhandene Hochfrequenz-Umgebung genau analysieren, um ihren Standort zu ermitteln. So kann das intelligente Smartphone der Zukunft beispielsweise anhand der WLAN-oder Bluetooth-Signale in seiner Umgebung auf den aktuellen Ort Rückschlüsse ziehen, indem es beispielsweise über das Mobilfunknetz entsprechende Datenbanken mit IP-Adressen abfragt.

Augmented Reality: der Chip-und Kommunikationstechnik-Konzern Qualcomm hat es erst unlängst vorgeführt: die künstliche Realität wird demnächst auch in die neuen Smartphone-Generationen Einzug halten. Man kann also beispielsweise einem realen Umgebungs-Bild oder -Video künstliche Grafik oder andere Einblendungen überlagern (Foto). Gekoppelt mit dem Mobilfunknetz erkennt dann beispielsweise ein Smartphone, dass man beispielsweise gerade vor dem Berliner Reichstag steht – zusätzlich werden dann beispielsweise Videos oder Erklärungen, die genau auf das aktuelle Bild passen, eingeblendet.

Apps und Spiele: eine wahre Flut von Applikationen für die Smartphones und Tablet-PCs taucht derzeit auf. Ob es High-speed-Spiele sind oder News-Ticker, die Bahn-Auskunft oder eine Banking-Anwendung: längst sind die Smartphone-Apps über das Stadium der nutzlosen Nützlichkeit hinausgewachsen. Viele ernsthafte Applikationen werden folgen.

Identifikation und Authentifikation: das Mobilgeräte wird demnächst auch zu einer Art Identifikations-Merkmal werden. Eine Anwendung könnte beispielsweise die Zugangskontrolle oder die Ausweis-Funktion sein. Wobei damit natürlich nicht der neue elektronische Personalausweis ersetzbar ist, den man natürlich für hoheitliche oder behördliche Identifikationszwecke weiterhin braucht. Aber der Zutritt zum Büro oder zum eigenen Haus wird demnächst ohne Schlüssel sondern per Handy möglich sein. Wobei allerdings auch Funktionen mit integriert sein werden, die sicherstellen, dass auch der richtige Besitzer das Handy als Identifikationsmerkmal vorweist und nicht ein Dieb ein gestohlenes Mobilgerät. Das Handy wird nämlich, beispielsweise an der Sprache oder dem Fingerabdruck, erkennen können, ob es der richtige Besitzer in der Hand hält.