Lichtleiter-Kommunikation Mit 1,76 Terabit/s durch den Atlantik

Das neue Lichtleiter-Transatlantikkabel überträgt in einer bislang nicht für derartige Zwecke realisierten optischen Spektraldichte.

Eine 6.000 km lange optische Telekommunikationsleitung von Europa nach Nordamerika ist als Unterwasserkabel in Betrieb gegangen. Übertragen wird im optischen Wellenlängen-Multiplex mit einem Frequenzabstand von nur 25 GHz.

Das Kabel wurde von dem weltweit aktiven und in Kalifornien beheimateten Netzwerk-Anbieter Infinera in Betrieb genommen, es überträgt auf einem Faser-Paar mit einer Übertragungsrate von bis zu 1,76 Tbit/s. Wie viele Faser-Paare das Kabel umfasst, ist leider nicht öffentlich bekannt.

Energieeffiziente Verstärker und eine von diesem Unternehmen selbst entwickelte Technologie zum Wellenlängen-Multiplex erlauben noch höhere Übertragungsleistungen im Vergleich zu herkömmlichen Lichtleiter-Übertragungssystemen.

Im Wesentlichen hat Infinera eine Halbleitertechnologie auf Grundlage von integrierten optoelektronischen Schaltkreisen - kurz PIC für Photonic Integrated Circuits - entwickelt, mit der ein Wellenlängen-Multiplexing bei einem Frequenzabstand von nur 25 GHz (das entspricht 0,2 nm Wellenlängendifferenz) realisierbar ist.

Übliche optische DWDM-Systeme (Dense Wavelength Division Multiplex) mit einem Frequenzabstand von 0,4 nm (50 GHz)

Durch die höheren Datenübertragungsraten können Service Provider neue Dienste anbieten und gleichzeitig die Fläche sowie Energieeffizienz des vom Festland gestützten Unterwassersystems erhöhen, so das Unternehmen.