Smart Glasses in der Industrie: Mehr Produktivität dank Assisted Reality

Datenbrille im Einsatz bei der Inspektion eines Triebwerks
Datenbrille im Einsatz bei der Inspektion eines Triebwerks

Mit Wearables und Assisted Reality lassen sich viele Prozesse optimieren, die bisher ohne IT-Unterstützung auskommen mussten. Um die Einstiegsschwelle zu senken, hat Toshiba eine Datenbrille mit Windows-PC entwickelt – einfach anzuwenden und leicht in die bestehende IT-Infrastruktur zu integrieren.

Digitalisierung – ein Schlüsselbegriff unserer Zeit. Auch wenn das Wort allgegenwärtig ist, hat der Prozess noch längst nicht alle Winkel der deutschen Wirtschaft durchdrungen. Denn obwohl Deutschland zweifellos ein Land der Innovation ist, so scheinen die Unternehmen hierzulande, was die digitale Transformation angeht, bisher fast zögerlich.

Vor allem traditionelle mittelständische Unternehmen, Großkonzerne und Betriebe aus Branchen wie dem Transportwesen tun sich oftmals noch schwer, den Wandel hin zu einem vernetzten Firmenalltag umzusetzen. Dabei gilt auch hier: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Denn nur wer offen für technische Neuerungen wie zum Beispiel Wearables ist, wird langfristig die Nase vorn haben.

Tatsächlich sind die Verantwortlichen hinter den Kulissen jedoch näher am Trendthema Smart Glasses, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Toshiba hat erst kürzlich eine Studie [1] zur Zukunft der IT in Auftrag gegeben: Mehr als 1000 IT-Entscheider aus mittleren und großen Unternehmen in Deutschland sowie in England, Spanien und den Beneluxstaaten wurden befragt. Bemerkenswerte 80 % der Studienteilnehmer aus Deutschland gaben an, mit Wearables für industrielle und professionelle Anwendungen vertraut zu sein.

Auch über den konkreten Einsatz denken schon 70 % der deutschen Befragten nach. Die Vorteile sind längst kein Geheimnis mehr, dennoch sind es bisher noch wenige Betriebe, die Wearables tatsächlich nutzen.

Eine große Hürde ist die potenzielle Komplexität der Umstellung. Toshiba hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hemmschwellen abzubauen und die Implementierung von Assisted Reality (siehe Kasten »Was ist Assisted Reality?«) für ihre Kunden so einfach wie möglich zu gestalten.

Riesiges Potenzial zur Produktivitätssteigerung

Die vom Personal Computer eingeleitete Revolution hat vieles verändert. Heute sind Computer aus unserem beruflichen wie privaten Alltag nicht mehr wegzudenken. Trotzdem gibt es auch im Jahr 2018 noch unzählige Tätigkeiten, in denen die Technik bislang eine eher untergeordnete Rolle spielt. Das betrifft etwa Servicetechniker, Montage- und Produktionshelfer, Packer in der Logistik oder Krankenpfleger.

In den einzelnen Tätigkeitsfeldern gibt es aber eine Reihe an Prozessen, die mit Hilfsmitteln wie Datenbrillen optimiert werden könnten.

Der Servicetechniker kann das benötigte Ersatzteil, das er für die Reparatur der zu wartenden Maschine benötigt, bestellen, während er noch vor Ort ist und verliert so keine Zeit.

In der Produktion kann der Arbeiter am Fließband bei der Qualitätskontrolle durch Bildmaterial unterstützt werden – das verringert seine Fehlerquote.

Der Packer wird dank Datenbrille optimiert durch das Warenlager geführt und spart so unnötige Wege.

Die Krankenschwester kann mit einem Klick die komplette Krankenakte ihres Patienten einsehen und wird über mögliche Medikamentenunverträglichkeiten akustisch informiert – schnell und zuverlässig, auch in Stressphasen.

Das zeigt: Schon mit minimalen Verbesserungen kann oft eine riesige Effektivitätssteigerung erzielt werden.

 

Was ist Assisted Reality?

Zusammen mit Datenbrillen für Unternehmen fallen regelmäßig die Begriffe Virtual Reality (VR) oder Augmented Reality (AR). Hierbei handelt es sich schlichtweg um unterschiedliche Darstellungsformen.

VR meint die Abbildung einer virtuellen Welt, also beispielsweise eine Computersimulation oder auch nur die Wiedergabe von digitalen Inhalten.

Dagegen bezeichnen Augmented Reality (AR) und Merged Reality Mischformen: Hier überlagern virtuelle Inhalte die Realität

Toshiba spricht von „Assisted Reality“, weil die digitalen Inhalte bei Bedarf über das Display der Brille zur Verfügung stehen – ohne die Realität zu überlagern.