Neuer Mobilfunkstandard bewährt sich LTE besteht Praxistests erfolgreich

Die etwa in zwei Jahren kommerziell in Betrieb gehende LTE-Mobilfunktechnologie (Long Term Evolution) besteht derzeit erfolgreich ihre ersten Paxistests. Beachtliche 100 Mbit/s wurden bereits erreicht.

So hat beispielsweise die LTE SAE Trial Initiative (LSTI), ein weltweiter Zusammenschluss führender Telekommunikationsanbieter und Netzbetreiber, den wichtigen Meilenstein »M11« bei der Einführung von LTE erreicht. Die Mehrheit der Operator hat den Aufbau der Testnetze abgeschlossen, die ersten LTE-Calls erfolgreich durchgeführt und damit die Phase »Milestone M11 der »Friendly Customer Tests« (FCT) beendet. Die Friendly Customer Tests stellen die letzte Testphase dar, bevor die Technologie auf den Markt kommt.

In der LSTI erwartet man derzeit die ersten Ergebnisse der Radio Access Tests. Beim Mobile World Congress in Barcelona Mitte Februar wird dann erstmals über die Leistungsfähigkeit von LTE-EPC berichtet werden.

EPC (Evolved Packet Core) ist das IP-basierte und durch die 3GPP-Initiative definierte Kern-Netzwerk, das den IP-Datenverkehr, inklusive des Sprachverkehrs, ins Internet transportiert und für das Handover der Daten zwischen LTE-Basisstationen sorgt.

Weitere Tests, insbesondere im Bereich der End-to-End-Übertragung, werden noch das ganze Jahr über durchgeführt. Zu den LSTI-Mitgliedsfirmen, die derzeit aktive LTE-High-speed-Demos präsentieren, zählen Agilent, Alcatel-Lucent, Azimuth Systems, Cisco, Ericsson, NEC, NetHawk, Nokia Siemens Networks, Qualcomm, Rohde & Schwarz, setcom, ST-Ericsson und Tektronix Com.

Nokia Siemens Networks und LG Electronics haben übrigens unlängst 100 Mbit/s Übertragungsrate mit einem Class-3-USB-wireless-Modem erreicht. Derartige Modems werden wohl Ende 2010 zu erwarten sein und die zunächst am häufigsten genutzten LTE-Client-Geräte darstellen.

So ist sicher, dass mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE das mobile Internet deutlich verändern wird. Denn hohe Übertragungsraten, auch bei großen Datenmengen, werden auf mobilen Geräten möglich sein. In diesem Zusammenhang haben Fraunhofer-Forscher ein Codierverfahren entwickelt, das HD-Filme je nach Empfangsqualität für das passende Format für Handy oder Netbook anbietet – in Echtzeit.