Versorgungslücken schließen Kommunikation: die Trends 2010

Das Jahr 2010 wird durch einen deutlichen Übergang hin zu den Mobile Internet Devices charakterisiert sein: Die Kommunikation wird mehr und mehr drahtlos.

Der mobile Zugang zum Internet wird in den nächsten Jahren an Bedeutung zunehmen. Ende 2010 werden weltweit 1,2 Mrd. Menschen mobile und internetfähige Geräte nutzen, schätzt beispielsweise das Marktforschungsunternehmen Gartner.

Die Internationale Delphi-Studie 2030, die unter anderem vom Münchner Kreis durchgeführt wurde, kommt überdies zu dem Ergebnis, dass die Deutschen in Zukunft viel öfter mit mobilen Endgeräten online gehen werden, als mit einer stationären Ausrüstung. Und spätestens 2024 würden demnach praktisch alle Arbeitnehmer dasselbe drahtlose Gerät für zu Hause, unterwegs und im Büro nutzen.
 
So entsteht gerade mit Mobile Computing ein neues Marktsegment mit zahlreichen Möglichkeiten für die Mobilfunkindustrie. Dazu zählen etwa die so genannten Mobile Internet Devices, neue mobile Internetgeräte, die die Vorteile von Smartphones und Netbooks in sich vereinen. Ein aktuelles Beispiel ist das neue Lenovo-Gerät mit dem Snapdragon-Prozessor von Qualcomm.

Der Nutzer kann damit jederzeit online sein - E-Mails werden zum Beispiel kontinuierlich heruntergeladen und müssen nicht immer erst neu abgerufen werden. Die Möglichkeiten erweitern sich aber auch auf Social Networking, Unterhaltung oder Neuerungen in den Bereichen mobile Navigation und Location Based Services.

Doch gerade die bei vielen Nutzern beliebten aber verarbeitungstechnisch sehr aufwendigen Multimediafunktionen belasten den Akku und verkürzen dadurch die Betriebszeiten der Geräte.

Größere Energiespeicher alleine reichen nicht aus, um die Versorgungslücke zu schließen: Weniger Energieverbrauch ist letztlich eine Anforderung an die Entwickler. Neue Ansätze konzentrieren sich deshalb darauf, den Verbrauch zu verringern - entweder direkt über den Chip z.B. durch mehr intelligentes Strommanagement oder beispielsweise durch den Ersatz des bislang größten Stromfressers, nämlich des Displays, durch alternativ nutzbare und weniger verbrauchsintensive Display-Varianten, die beispielsweise das Umgebungslicht durch Reflexion nutzen, wie beispielsweise bei der Mirasol-Technologie.