Mobilfunk-Netze iPad & Co. - die große Gefahr für die Netze?

Mit jedem neuen Smartphone- oder Tablet-Produkt steigen die Anforderungen an die Kapazität der Mobilfunk-Netze - und die sind bereits am Rande der Belastungsfähigkeit.

Eine aktuelle Studie des Softwareherstellers Arieso zeigt, dass Nutzer des iPhone 4S doppelt so viel Datenverkehr wie Nutzer des iPhone 4 verursachen. Das zeichnet ein klares Bild der Herausforderung für die Netzbetreiber: Die Anwendungen auf mobilen Geräten werden immer überzeugender und umfassender und im gleichen Maße steigen auch die Anforderungen an die Netze der Betreiber. Stellt man jetzt noch in Rechnung, dass das iPad weit mehr auf den Medienkonsum ausgerichtet ist als das iPhone, dann laden iPad-Nutzer dreimal so viele Daten wie iPhone-Nutzer – so werden die Auswirkungen der Neuvorstellung des iPad deutlicher.

Das neue iPad kann HD-Inhalte mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel wiedergeben, was im Streaming normalerweise dreimal so viel Bandbreite benötigt wie bei SD-Inhalten. Der Anstieg des Konsums von datenintensiven Inhalten, ausgelöst durch den Launch des neuen iPad, wird also die ohnehin schwierige Situation für die Netzbetreiber – die wachsende Nachfrage nach Daten praktikabel und profitabel zu bedienen – noch verschärfen.

Die Betreiber müssen prüfen, wie sie ihre Netze ausbauen können, um den steigenden Bandbreitenanforderungen zu begegnen, und gleichzeitig die Kosten im Griff behalten können. Der Schlüssel hierfür wird sein sicherzustellen, dass die Backhaul-Komponente ihres Netzwerks das bewältigen kann. Das Backhaul verbindet die Basisstationen mit dem Core-Netz und hat einen hohen Einfluss auf die Qualität der Dienstleistung, die beim Kunden ankommt. Netzbetreiber müssen ihre Backhaul-Netzwerke optimieren, um Dienste mit hoher Bandbreite zu händeln.

Carrier Ethernet ist beispielsweise eine der Antworten auf diese Herausforderung – es bietet eine kosteneffiziente und skalierbare Architektur, die es den Trägern erlaubt die Kosten unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig die nächste Generation mobiler Anwendungen zu unterstützen.