Mobilfunk Handy-Telefonieren: billiger mit der Attozelle

Die Attozelle kommuniziert per Nahfeld mit dem Handy, das darauf gelegt ist oder in der Umgebung sein kann und gibt die Sprachdaten ins Internet zum Heimatprovider. Der Nutzer kommuniziert sinnvollerweise per Bluetooth mit seinem Telefon.
Die taschenbuchgroße Attozelle kommuniziert per Nahfeld mit dem Handy, das darauf gelegt ist oder in der Umgebung sein kann und gibt die Sprachdaten ins Internet zum Heimatprovider. Der Nutzer kommuniziert sinnvollerweise per Bluetooth mit seinem Telefon.

Das auf Klein-Funkzellen spezialisierte englische Unternehmen Ubiquisys hat eine taschenbuchgroße Mini-Funkzelle (Attozelle) vorgestellt, die sich via Internet mit dem Heimat-Provider verbindet und deshalb das teure Roaming vermeidet.

Für Geräte wie das iPhone, Nokia-Handys und Android-Smartphones geeignet ist die neue Attozelle, die jetzt auf dem Mobile World Congress der Fachwelt vorgestellt wird. Der Nutzer schließt, wenn er im Ausland ist,die taschenbuchgroße Attozelle per USB an einen Computer an und kann sich so überall auf der Welt via Internet direkt ins heimische Mobilfunknetz einwählen.

Allerdings bleibt abzuwarten, wie viel Reisende dadurch wirklich sparen werden. Denn die Attozellen funktionieren nur, wenn ein Mobilfunker seinen Kunden dieses Service anbietet.

Keine Probleme soll es zumindest in rechtlicher Hinsicht geben, denn die Attozelle ermittelt, in welchem Land sie sich befindet, um sich an örtliche Richtlinien anzupassen. Um den Standort zu bestimmen, wird die aktuelle IP-Adresse des angeschlossenen Computers ermittelt sowie Mobilfunksignale in der Umgebung diagnostiziert. Dann drosselt die mobile Funkzelle ihre Sendeleistung entsprechend den Regeln des jeweiligen Landes. Ubiquisys hofft daher, dass die Geräte keine speziellen Typengenehmigungen erfordern werden.

An sich kann die Attozelle mit ihrem Signal einen Raum abdecken. Doch betont Ubiquisys, dass die Lösung auch in Ländern funktionieren kann, die nur fünf Millimeter Reichweite erlauben. Dann muss der User sein Handy freilich direkt auf das Gerät legen, sodass die Verwendung eines Bluetooth-Headsets dringend zu empfehlen ist. Nötigenfalls wäre zudem denkbar, dass die Attozelle in besonders restriktiven Staaten das Senden verweigert. Somit sollten User vor unliebsamen Überraschungen gefeit sein.

Wie lange es bis zum tatsächlichen Marktstart dauert, wird wohl auch davon abhängen, wie etwaig nötige Verhandlungen mit Regulierungsstellen laufen und welche Geschäftsmodelle die Betreiber für Attozellen entwickeln.