Smartphone-Betriebssysteme Google bedauert Nokia-Microsoft-Deal

Google-CEO Eric Schmidt hätte in den kommenden Nokia-Smartphones lieber sein Betriebssystem Android eingebaut gesehen als das von Microsoft. Und den kommenden Mobilfunk-Standard LTE sieht er als großen High-speed-Applikations-Hoffnungsträger.

Der Google-CEO sieht die künftige Mobilfunk-Landschaft durch den Wireless-Standard LTE vor einem neuen Boom: durch die maximale Übertragungsrate von rund 100 Mbit/s werden bislang nicht mögliche High-speed-Applikationen zur Realität werden.

Der Google-Chef sieht eine Vielfalt neuer Dienste und Mobilfunk-Anwendungen, was grundsätzlich nicht überrascht, denn sein Unternehmen ist mit dem Android-Betriebssystem massiv im Zukunftsmarkt der hochleistungsfähigen Smartphones beteiligt.

Er stellte fest, dass derzeit weltweit täglich 300.000 der Android-Betriebssysteme auf rund 170 verschiedenen Mobilgeräten von 27 Herstellern aktiviert werden.

Vor allem für neue Mobilgeräte-Entwicklungen sieht der Google-Chef ein breites Feld für Applikations-Entwickler. Nach seinen Worten sind derzeit 150 000 Apps für Android verfügbar.

Gleichzeitig führte er die nächste Androids-Version (3.0) mit dem Arbeitsnamen „Honeycomb“ auf einem Motorola-Tablet XOOM vor. Google zeigte auch eine neue App, genannt Moviestudio, mit der sich Filme direkt auf dem Tablet  aufzeichnen, modifizieren und weitergeben lassen.

Die jüngste Meldung von Nokia, dass man für die kommenden Smartphones aus Finnland das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 7 bevorzuge und die Betriebssystem-Kooperation mit Intel deshalb aufgebe, kommentierte Schmidt nur knapp. Er bedaure es, dass sich Nokia entschieden habe, mit Googles größten Rivalen zu kooperieren. Er würde es sehr gerne gesehen haben, dass Nokia sich für Android entschieden hätte, er betonte aber auch, dass nach wie vor das Angebot an Nokia bestehe, Android zu nutzen.