Zuverlässige Funkkommunikation Funk für die Industrie

Drahtlose, zuverlässige  Kommunikation in der industriellen Umgebung.
Drahtlose, zuverlässige Kommunikation in der industriellen Umgebung.

Mit dem vom BMBF geförderten Forschungsverbund zur zuverlässigen, drahtlosen Kommunikation in der Industrie (ZDKI) soll die Funktechnik künftig den industriellen Anforderungen nach Bandbreite, Latenz und Zuverlässigkeit gerecht werden.

Die moderne Fabrik braucht Kommunikation: Maschinen, Steuerungssysteme und sogar gefertigte Bauteile sollen sich miteinander austauschen. Nur dann wird die Produktion so flexibel ablaufen können, wie es in der Industrie-4.0-Vision angedacht ist.
Schon jetzt wird in der Fabrik fleißig kommuniziert, werden Daten zwischen Maschinen und Leitsystemen hin und her geschickt. Doch die Informationen werden hauptsächlich per Kabel übermittelt. Anders als im Alltag außerhalb der Werkshallen spielt die Funkkommunikation im Fertigungsumfeld nur eine Nebenrolle.
Das ist ein Problem. Denn autonome cyber-physische Systeme können ihre Informationen nicht per Kabel austauschen, während sie sich über das Fabrikgelände bewegen. Das Werk der Zukunft funktioniert nur mit Funkkommunikation.

Acht Forschungsprojekte

Das Forschungsprogramm ZDKI will Alternativen zur leitungsgebundenen Kommunikationstechnik in der Industrie erarbeiten. Der Name steht für zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 40 Millionen Euro gefördert [1].

In acht Forschungsprojekten (Tabelle) werden bis 2018 Techniken erarbeitet, um den Einsatz der Funkkommunikation in der Fabrik voranzubringen. Ziel ist es zum einen, Anforderungen der Regelungstechnik zu genügen – also geschlossene Regelkreise. Zum anderen sollen Anforderungen für haptische Mensch-Maschine-Schnittstellen zur Fernsteuerung oder Augmented-Reality-Anwendungen erfüllt werden.

Unterstützt werden die acht Forschungsprojekte durch eine Begleitforschung (BZKI Begleitforschung zum Forschungsschwerpunkt Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie).

Deren Aufgabe ist es, zu moderieren, Synergien umzusetzen und übergreifende Themen zu adressieren. Konsortialpartner sind neben der TU Dresden das ifak Magdeburg, die Universität Bremen, die TU Kaiserslautern sowie die DKE – Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE.

Kasten: Erste ZDKI-Ergebnisse auf dem Wireless Congress

Im Rahmen des Wireless Congress 2017 am 15. und 16. November in München präsentieren Mitarbeiter der ZDKI-Forschungsprojekte in der Session „Industrial“ erste Ergebnisse.

In vier Vorträgen werden die Arbeiten und Erkenntnisse aus den Forschungsprojekten HiFlecs und TreuFunk, KoI und proWiLAN vorgestellt – sowie die Ziele des weiterführenden neuen Forschungsprojektes TACNET 4.0 (hochzuverlässige und echtzeitfähige 5G Vernetzung für Industrie 4.0).

Wireless Congress: Systems & Applications 2017
15. und 16. November 2017,
Konferenzzentrum, München
www.wireless-congress.com