IKT für die digitale Produktion Finnland plant Entwicklungsumgebung für Industrie-Internet und 5G

Noch sind die Standards für 5G nicht fertig, aber an der Entwicklungsumgebung für industrielles Internet und 5G wird in Finnland bereits gearbeitet – im Rahmen einer Kooperation des technischen Forschungszentrums Finnland VTT und der Universität von Oulu.

Mit der neuen Entwicklungsumgebung sollen erstmals die Kerntechniken des industriellen Internets mit der 5G-Telekommunikationstechnik kombiniert werden. Die beteiligten Partner, das technische Forschungszentrum Finnland VTT und die Universität von Oulu, wollen eine interoperable Umgebung erstellen in der Dienstleistungen und Produkte für bestehende und neue Geschäftsfelder entwickelt werden können. Sie entwickeln die Technik und die Pilotumgebung, die Wirtschaft und Forscher benötigen, um gemeinsam neue Industrie-Internet-Anwendungen zu entwickeln. Damit sollen die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz durch den Einsatz neuer, innovativer Produkte und Dienstleistungen auf der Basis des industriellen Internets gesteigert werden können. Insbesondere die Unternehmen im Norden der Region  Ostbottnien, Finnland, sollen davon profitieren.

Die neue Industrie-Internet-5G-Entwicklungsumgebung wird sich aus vier Komponenten zusammensetzen. Das VTT ist für programmierbare Umgebungen für das Internet der Gebäude (internet of properties) und der Produktion der Elektronik-Prototypen verantwortlich sowie für die nötige Technik zur 5G-Telekommunikation für das Industrie-Internet. An der Universität von Oulu werden digitale Produktionsprozesse (3D-Druck) auf der Basis von Industrierobotern und dem Einsatz von Sensoren entwickelt. Der Projektleiter, Marjaana Komi von VTT, sieht die Arbeit für die neue Entwicklungsumgebung als Investition, um sowohl neue, flexible und dezentrale industrielle Produktionsverfahren, als auch digitale Dienstleistungen in einer immer stärker vernetzten Umgebung zu schaffen. Die neue Umgebung soll von Hardware-Entwicklern, Software-Programmieren, Dienstleistern und Endanwendern genutzt werden. Das nun gestartete gemeinsame Entwicklungsprojekt wird als Teil des HILLA-Projektes entstehen. Mit HILLA, ein auf fünf Jahre angelegtes finnisches Investitionsprogramm, wird der IKT-Einsatz in den Bereichen Funk-IKT, Automobil und Verkehr, Gesundheit und Schwerindustrie öffentlich gefördert.