Digitale Dividende Erste LTE-Übertragung im 800-MHz-Band

Der Mobilfunk-Netzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) und der Handy-Hersteller Nokia haben erstmals eine mobile Datenübertragung nach dem LTE-Standard von Endgerät zu Endgerät im 800-MHz-Frequenzband durchgeführt.

Das Spektrum im Bereich von 800 MHz war frei geworden durch Umstellung der terrestrischen Fernsehübertragung auf DVB-T. Die "digitale Dividende" wurde in Deutschland "ausgeschüttet" bei der im April 2010 erfolgten Versteigerung der Frequenzen an die Mobilfunk-Anbieter O2, T-Mobile und Vodaphone; die einen Betrag von 3,576 Mrd. Euro zugunsten der Staatskasse ergaben.
 
Der technische Beitrag zur digitalen Dividende besteht u.a. darin, dass bei 800 MHz günstige Ausbreitungsbedingungen für die Funkwellen bestehen. Daher lassen sich für diese Bänder relativ kostengünstige Geräte für die Datenübertragung mit hohen Datenraten konzipieren und entwickeln.
 
Die Tests wurden in dem LTE Center of Competence von NSN im finnischen Espoo durchgeführt. Dazu genutzt wurden die für das 800-MHz-Band vorbereiteten Basisstation des Tpys "Flexi Multiradio" sowie der Netzwerk-Server "Flexi NS" samt zugehöriger Software. Als Endgeräte wurden Internet-Modems des Typs RD-3 von Nokia verwendet, die für LTE-Übertragungen eingerichtet sind und in mehreren Betriebsarten (Multi Mode) und mehreren Frequenzbändern (Multi Band) genutzt werden können.