Smart Services Entwickeln und einsetzen

Kostenfreie Programmierumgebung "Developer Portal" für junge Entwickler und Start-ups.
Kostenfreie Programmierumgebung "Developer Portal" für junge Entwickler und Start-ups.

Smarte Dienstleistungen sollen unseren Alltag erleichtern. Für deren Entwicklung bietet Conrad Connect mit dem Developer Portal seit Kurzem eine kostenfreie Programmierumgebung. Doch warum ist das neue Developer Portal insbesondere für junge Entwickler und Start-ups interessant?

Egal ob smarte Sicherheitssysteme, Licht- oder Heizungssteuerung, Fitness oder Entertainment; die Einsatzbereiche für intelligente Geräte sind vielfältig und der Smart-Home-Markt boomt. Laut einer aktuellen Prognose von Statista wird bereits im Jahr 2023 jeder vierte europäische Haushalt ein vernetztes Produkt im Einsatz haben. In Deutschland wird sogar eine noch höhere Verbreitung erwartet: Die Experten schätzen, dass in vier Jahren in mehr als jedem dritten deutschen Zuhause intelligente Geräte zu finden sein werden.

Für die Hersteller von intelligenten Produkten sind also gute Zeiten angebrochen, doch auch die Dienstleistungsbranche kann vom Supertrend »Smart Home« profitieren. Aber nur, wenn sie die Entwicklungen nicht nur vom Rand aus verfolgt, sondern sie auch mitgestaltet und für sich nutzt. Hieran knüpft Conrad Connect, die IoT-Plattform für Smart Living, mit dem neuen Developer Portal an. Das Portal ermöglicht Drittanbietern – von Entwicklern über Start-ups bis zu etablierten Unternehmen – die Erstellung von Smart Services, also intelligenten Dienstleistungen. Die Services werden allen Nutzern zur Verfügung gestellt und können mit tausenden, bereits im Einsatz befindlichen intelligenten Geräten verknüpft werden. Conrad Connect verbindet damit intelligente Devices mit neu entwickelten Services, um den Plattformnutzern ein smartes Leben zu ermöglichen.

Alltag 4.0

Obwohl bereits in vielen Haushalten intelligente Produkte genutzt werden, können die meisten Devices nicht miteinander kommunizieren, da sie ihr eigenes Ökosystem mit sich bringen. Smarte Lautsprecher lassen sich zum Beispiel nicht mit den Thermostaten, Leuchten oder intelligenten Waschmaschinen anderer Hersteller verbinden, da sie nicht die gleiche Sprache sprechen. Das eigentliche Potenzial des Internet of Things (IoT) wird also im Moment nicht voll ausgeschöpft.

Nicht so mit der IoT-Plattform Conrad Connect: Via conradconnect.de können die Produkte von über 70 Marken herstellerübergreifend miteinander verknüpft und komplexe Abläufe automatisiert werden. Die Geräte verschiedenster Marken und Ökosysteme können dadurch miteinander kommunizieren – von Philips über Homematic IP, Sonos, Fitbit, Amazon Echo und Nokia bis zuGoogle Home und Nest Labs. Das Ziel ist es dabei, das Leben der Nutzer langfristig einfacher und sicherer zu machen.

Umsetzen lassen sich die smarten Projekte online über einen Drag-&-Drop-Editor: Smarte Geräte werden nach dem »wenn-dies-dann-das«-Prinzip kausal miteinander verbunden, wodurch Abläufe automatisiert werden können. Es lassen sich sogar verschiedene Web-Services wie beispielsweise der Google-Kalender einbinden. Nicht nur im eigenen Zuhause oder im heimischen Garten kommen die auf der Plattform erstellten Projekte zum Einsatz, sondern auch in Produktionsanlagen oder Geschäfts- und Büroräumen.

Digitaler Handelsplatz

Neben smarten Geräten und Apps, lassen sich auch reale Dienstleistungen mit smarten Geräten verbinden. Die Nutzer können die Services auf dem sogenannten Service Marketplace buchen und mit ihren smarten Geräten koppeln. Eine der angebotenen Dienstleistungen ist beispielsweise der Sicherheits-Assistenzservice der Versicherungskammer Bayern (VKB): Wer im eigenen Zuhause bereits intelligente Sicherheitsgeräte installiert hat, kann diese über die Plattform zusätzlich mit dem Assistenzservice verbinden.

Meldet etwa ein smarter Wasser- oder Rauchmelder einen Alarm, wird eine Benachrichtigung auf das Smartphone des Nutzers gesendet. Wird dieser im Ernstfall nicht tätig, beispielsweise weil er gerade keinen Empfang hat, kann er sich auf den 24/7-Assistenzservice der VKB verlassen. Das Team schreitet in diesem Fall sofort ein und versucht, die vom Nutzer hinterlegten Notfallkontakte zu erreichen, damit entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Damit geht die Automatisierung des Alltags weit über die Grenzen der eigenen vier Wände hinaus und beinhaltet auch Bereiche wie Mobility, Gesundheit und Fitness. Die Zukunft gehört also nicht nur dem klassischen Smart Home, sondern dem Smart Living.

Ein Platz für Entwickler und Start-ups

Mit dem Developer Portal bietet Conrad Connect eine umfassende Programmierumgebung, in der neue Dienstleistungen aus allen Bereichen des Smart Livings programmiert werden können. Diese neu entwickelten Services können anschließend direkt den aktuell weltweit über 280.000 Plattform-Usern angeboten werden können. Das Developer Portal ist kostenfrei und ermöglicht es so, Entwicklungsressourcen effizient zu nutzen und Ausgaben zu minimieren. Hier können also nicht nur etablierte Unternehmen, sondern auch Entwickler oder Start-ups innovative Dienstleistungen erstellen, testen und validieren.

Der eigene Service wird codiert, konfiguriert und umgehend mit Scheindaten virtuell im Portal getestet. Verlaufen die Tests positiv, kann der entwickelte Service mit Nutzern auf der ganzen Welt geteilt werden. Zurzeit steht das Portal als geschlossene Betaversion für Entwickler und Unternehmen zur Verfügung, deren registrierte Konten vor dem Zugang von Conrad Connect geprüft werden.

Wer sich hier verwirklichen möchte, kann sich einfach anmelden und seiner Kreativität im Bereich Smart Services freien Lauf lassen. Das einzige, was Entwickler dafür brauchen, sind Codier-Kenntnisse in Node.js und HTML sowie Spaß daran, digitale Neuheiten zu erschaffen. Mithilfe des Developer Portals von Conrad Connect kann sich somit jeder Entwickler und jedes Start-up mit innovativen Ideen für Smart Services von der Masseabheben, zum Pionier der Integration von Services in die IoT-Welt werden – und die Zukunft des Smart Livings mitgestalten

 

Der Autor

Andreas Bös

ist Senior Director von Conrad Connect, der führenden IoT-Projektplattform für Smart Living mit Sitz in Berlin. Er verfügt über langjährigeErfahrung in der IT- und Elektrobranche, im Smart-Home- und IoT-Bereich sowie im Innovationsmanagement.