Smartphone-Kommunikation Die neue Krankheit »Nomophobie«

Rund 34 Mal pro Tag blickt  ein Nomophobie-anfälliger Mensch auf sein Mobilgerät.  Rund 34 Mal pro Tag blickt  ein Nomophobie-anfälliger Mensch auf sein Mobilgerät.
Rund 34 Mal pro Tag blickt ein Nomophobie-anfälliger Mensch auf sein Mobilgerät.

Das Erscheinungsbild »Nomophobie« bedeutet »NO MObile PHOne PhoBIE« und steht für die »Angst, ohne Mobiltelefon zu sein«. Eingeführt wurde der Begriff vom UK Post Office. Und eine neue Studie in Großbritannien widmete sich diesem Erscheinungsbild. Grundtenor: rund 66 % der Briten sind betroffen und haben eine gewisse Furcht, ohne die Kontaktmöglichkeiten eines Handys oder Smartphones zu sein.

So besagen die Ergebnisse der in Großbritannien an 1000 berufstätigen Personen durchgeführten Studie, dass rund zwei Drittel an der Furcht leiden, ihr Mobiltelefon bzw. Smartphone nicht in ihrer Nähe zu haben. Um dieser Furcht und den mit der Smartphone-losigkeit verbundenen Folgen der mangelnden Kontaktfähigkeit entgegenzutreten, besitzen 41 % der Befragten angeblich sogar zwei oder mehr Mobiltelefone. Die Studie wurde übrigens gesponsert von der Handy-Sicherheitstechnik-Firma SecurEnvoy.

Die Hälfte der Befragten gab jedoch auch zu, sich speziell dann über den jeweiligen Partner zu ärgern, wenn dieser mehr oder weniger ständig auf den Bildschirm seines Gerätes blickt, um Nachrichten zu lesen.

Interessantes weiteres Ergebnis: Nomophobie-anfällig sind angeblich 70 % der befragten Frauen, während nur 61 % der Männer sich zu diesem Erscheinungsbild bekennen würden. Allerdings sind es hauptsächlich Männer, die laut Studie mehrere Handys besitzen,   um furchtfreier leben zu können.

Die am häufigsten, nämlich zu 77 %, von der Nomophobie befallene Altersgruppe ist die der 18 - 24-jährigen, gefolgt von den 25 - 34-jährigen, von denen rund 68 % solche Erscheinungen aufweisen. Für Verwunderung sorgt eine weitere Zahl, die besagt, dass die Altersgruppe der über 55-jährigen  am dritthäufigsten die Kontaktlosigkeit beklagen würde.

Im Durchschnitt checkt jede Nomophobie-anfällige Person rund 34 Mal pro Arbeitstag, ob Wichtiges auf dem Bildschirm erscheint. 46 % der Befragten nutzen gar keine Passwort-Zugangssicherung zu ihren Informationen, 41 % verwenden einen 4-stelligen Code und nur 10 % verschlüsseln ihre gespeicherten Informationen. Die Sponsor-Firma für diese Studie sieht dementsprechend noch gehöriges Wachstumspotential.