Mobilfunk- Technologie China: ZTE mit massiver Expansionspolitik

Das Stammhaus von ZTE im chinesischen Shenzhen. Von hier aus erfolgt die Steuerung der Expansionspolitik des Unternehmens.

Der einzige offiziell in China aktive Mobilfunk-Systemtechnik- und Infrastruktur- sowie Endgeräte-Hersteller ZTE zeigt sich weltweit mit einer deutlich auf massive Expansion ausgerichteten Firmenpolitik.

Der Konzern, mittlerweile 26 Jahre lang bestehend, auch in Deutschland vertreten und weltweit rund 70.000 Mitarbeiter zählend, konnte in den letzten Jahren jährliche Wachstumsraten zwischen 30 % und 40 % verzeichnen. Dementsprechend selbstbewusst tritt man weltweit auf, man geht technologische und wirtschaftliche Partnerschaften ein, um dadurch möglichst viele Standbeine aufzubauen.

ZTE ist nach Marktforschungen der viertgrößte Mobiltelefonhersteller der Welt. der Umsatz mit Handys stieg im Jahre 2010 beispielsweise um 50 % auf 90 Millionen Stück.

Hier einige der derzeitigen Aktivitäten: ZTE und der in den Niederlanden führende Service Provider KPN gaben beispielsweise bekannt, dass sie in Deutschland und Belgien ein gemeinsames Entwicklungsprojekt zur Einführung von LTE starten werden. Im Rahmen dieses Projektes werden KPN Mobile International und ZTE ab dem Frühjahr 2011 gemeinsame Feldversuche für den kommenden Mobilfunkstandard durchführen.

Mit NXP ist man daran, dessen NFC-Kurzstrecken-Funktechnologie in die ZTE-Mobiltelefone zu implementieren. Und für Hutchison 3G Austria engagiert sich ZTE beim Aufbau eines nationalen LTE-HSPA+ Netzwerkes. Auch in anderen Staaten Westeuropas ist das Unternehmen sehr engagiert.

Mit Blick auf die Zukunft plant das Unternehmen nach Aussage von Hu Jian, Vice President von ZTE, seinen gegenwärtigen Anteil wesentlicher LTE-Patente bis 2012 von 7 Prozent auf 10 Prozent zu steigern. Das Unternehmen wird außerdem mehr Mittel für die Forschung und Entwicklung bereitstellen, um wesentliche Patente zu sammeln und die Verbesserung des 4G-Standards sowie die Vorbereitung von 4G+ voranzutreiben

Während des Geschäftsjahres 2010 erzielte die Gruppe mit ihren Kernaktivitäten einen Umsatz von rund 10,6 Mrd. US-Dollar, was einer Steigerung von 16,69% gegenüber 2009 entspricht. Der auf die Aktionäre des Unternehmens entfallende Nettogewinn stieg im Vergleich zu 2009 um 32,39% auf 491,34 Millionen US-Dollar, und das Ergebnis pro Aktie belief sich auf 0,18 US-Dollar

Sowohl im chinesischen Heimatmarkt als auch auf den internationalen Märkten sind die Verkaufszahlen mobiler Endgeräte des Unternehmens stark gestiegen. Wachstumsmotor für Handys war im Jahr 2010 vor allem die Nachfrage aus den High-End-Märkten wie Japan, Frankreich, England und den USA. Das höchste Wachstum wurde in Europa erzielt, wo das Absatzvolumen im Vorjahresvergleich um 150 Prozent anstieg. Am US-Markt verzeichnete das Unternehmen ein Jahreswachstum von 100 Prozent. ZTE setzt übrigens auf die Android-Systemumgebung.