Telekommunikation und Internet 90 Prozent der Weltbevölkerung kann mobil telefonieren

Zwei Nachrichten aus der Telekommunikation. Die Schlechte: Die Zahl der Festanschlüsse in der Welt ist zwischen 2006 und 2009 um 57 Mio. zurückgegangen. Die Gute: Das wurde durch das Wachstum des Mobilfunk-Marktes mehr als wettgemacht. Im gleichen Zeitraum wurden 1,9 Mrd. neue Mobilfunkverträge abgeschlossen, davon 1,6 Mrd. in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Zahl der Neuverträge in den Industrieländern ist hingegen "bloß" um 300 Mio. gestiegen.

Nach den Erhebungen der International Telecommuncation Union (ITU) können mittlerweile 90 Prozent der Weltbevölkerung über das Mobilfunknetz erreicht werden. In den Entwicklungsländern sind nun mehr als die Hälfte aller Haushalte mit einem Mobiltelefon ausgestattet, in China und Indien haben 90 Prozent aller Siedlungen im ländlichen Bereich Zugang zum Mobilfunknetz.
 
Die ITU erwartet eine ähnliche Entwicklung im Bereich des Internet. Nach den statistischen Erhebungen des Verbandes sind haben derzeit 75 Prozent der Haushalte weltweit einen Fernseher, 25 Prozent Zugange zum Internet. Auch beim Internet kommt das Wachstum aus den Entwicklungs- und Schwellenländern, 600 Mio. der 777 Mio. neuen Internet-User zwischen 2005 und 2009 kamen aus diesen Regionen. Ende 2008 gab es dort bereits mehr Internet-User als in den Industrieländern. Insgesamt gab es Ende 2009 1,786 Mrd. Internet-User, entsprechend den laufenden Erhebungen der ITU.

In den Industrieländern gewinnt der mobile Breitbandzugang immer mehr Anteile. Während sich in den vier Jahren zwischen 2005 und 2009 die Zahl der Breitband-Festnetz-Anschlüsse verdreifachte, legten die mobilen Breitband-Geräte um das mehr als das Zehnfache zu.