5G in der Industrie 5G-ACIA schließt Partnerschaft mit 3GPP

Dr. Andreas Müller, Vorsitzender der 5G-ACIA, verkündet bei der Presseconferenz auf der Hannover Messe 2018 den Start der Initiative.
Dr. Andreas Müller, Vorsitzender der 5G-ACIA, aufgenommen bei der Presseconferenz auf der Hannover Messe 2018 zum Start der Initiative.

Als Market Representation Partner (MRP) darf die 5G-ACIA künftig beim 3GPP (3rd Generation Partnership Project) mitarbeiten und an den regelmäßigen Treffen der Project Coordination Group (PCG) teilnehmen.

Die »5G Alliance for Connected Industries and Automation« (5G-ACIA) dehnt ihre Arbeit in hohem Tempo auf die internationale Standardisierung aus. Die Initiative, die sowohl Vertreter der klassischen Automatisierungs-, Fertigungs- und Prozessindustrie als auch führende Organisationen aus dem Bereich der IKT-Industrie zusammenbringt, hat zu diesem Zweck den Market Representation Partner (MRP) Status beim 3GPP (3rd Generation Partnership Project) erhalten, dem hinter der internationalen 5G-Standardisierung stehenden Gremium.

Eines der wesentlichen Ziele dabei ist, die Anforderungen der Industrie an die 5G-Mobilfunktechnik und zukünftige 5G-Netze frühzeitig mit den wesentlichen Akteuren im Bereich Mobilfunk abzustimmen und dafür Sorge zu tragen, dass diese bei der Standardisierung entsprechend berücksichtigt werden.

»Als 3GPP-Market-Representation-Partner können wir unseren Anliegen nochmals mehr Gehör verschaffen«, sagt Dr. Andreas Müller (Bosch), Vorsitzender der 5G-ACIA. »Die noch junge 5G-ACIA steigert durch die Partnerschaft ihr internationales Renommee erheblich und will auf diese Weise die Interessen und Sichtweisen der Industrie noch stärker in die 5G-Standardisierung mit einbringen – beispielsweise bei der Erarbeitung eines Funkkanalmodells in einer Fabrikumgebung.«

Die Initiative bearbeitet darüber hinaus eine Vielzahl an weiteren Themen: Das Spektrum reicht von der Erarbeitung und Priorisierung von relevanten Anwendungsfällen, Beiträgen zur globalen Regulierung innerhalb der ITU-R, der Entwicklung von Beiträgen zu industriellen 5G-Architekturen bis hin zu Überlegungen zum Test und Validierung von 5G-Systemen für die Industrie.

»Das Portfolio der 5G-ACIA deckt alle relevanten Aspekte im Kontext 5G für die Industrie ab. Wir sind damit eine kraftvolle Stimme, die den kommenden Mobilfunkstandard weltweit von vornherein industriefähig gestalten will«, ergänzt Dr. Afif Osseiran (Ericsson), stellvertretender Vorsitzender der 5G-ACIA.

Seit ihrer Gründung im April 2018 hat die im ZVEI gegründete Arbeitsgemeinschaft 14 neue Mitglieder gewinnen können, darunter die global agierenden Netzbetreiber China Mobile und Orange, Sony aus der IKT-Industrie, den schwedischen Industrieausrüster HMS, die Zertifizierungsexperten der Dekra und mit Sintef ein Forschungsinstitut aus Norwegen.

Über die 5G-ACIA

Die »5G Alliance for Connected Industries and Automation« (5G-ACIA) hat sich zum Ziel gesetzt, 5G erfolgreich in der industriellen Produktion zu etablieren und von vornherein industriefähig zu gestalten. 5G-ACIA bringt sich unter anderem aktiv in die Standardisierung und Regulierung von 5G mit ein. Gleichzeitig identifiziert und analysiert sie mögliche Anwendungsfälle und die damit einhergehenden Anforderungen seitens der Industrie. In der Initiative haben sich sowohl Vertreter der klassischen Automatisierungs- und Fertigungsindustrie als auch führende Organisationen aus dem Bereich der IKT-Industrie zusammengeschlossen. Sie umfasst zurzeit 40 Mitglieder.