Mobilfunk-Technologie 10 Jahre UMTS

Ob im Laptop oder Smartphone: Der UMTS-Standard ist nunmehr seit 10 Jahren ein schnelles Wireless-Datenübertragungs-Medium.

Der schnelle Mobilfunk-Standard UMTS kann auf ein 10-jähriges Bestehen zurückblicken: Im Juli 2000 begann die Versteigerung der Frequenz-Lizenzen. Heute nutzen in Deutschland 31 Mio. Nutzer diesen Standard.

Am 31. Juli 2000 fiel der Startschuss, 17 Tage später der Hammer: Die Versteigerung der UMTS-Mobilfunkfrequenzen durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (die heutige Bundesnetzagentur) brachte dem Bund umgerechnet 50,8 Mrd. Euro ein.

Sechs Bieter hatten UMTS-Lizenzen ersteigert, um in Deutschland Netze für die mobile Datenübertragung aufzubauen. „Die Frequenzauktion war der Startpunkt für das mobile Internet. Es wird heute von Millionen Menschen genutzt und ist inzwischen auch ein wirtschaftlicher Erfolg geworden.

Die Telekommunikationsunternehmen litten in den Folgejahren unter den finanziellen Belastungen, welche die Lizenzzahlungen und die zusätzlichen Investitionen für den Netzausbau verursachten. Erschwerend kam hinzu, dass eine Welle von Bürgerinitiativen den UMTS-Ausbau verzögerte und einen finanziellen Schaden von weiteren rund 10 Mrd. Euro verursachte. Fünf Jahre nach der Versteigerung war die Bilanz bescheiden: 2,3 Millionen UMTS-Anschlüsse und kaum nennenswerte Umsätze.

Um das Jahr 2005 wendete sich das Blatt. Die Netze waren ausgebaut, die Handys wurden multimediatauglich und die Preise für die mobile Datenübertragung sanken. Den endgültigen Durchbruch brachte schließlich die neue Handy-Generation der hochwertigen Smartphones.

Ende 2009 nutzten in Deutschland rund 24 Mio. Menschen UMTS, ein Plus von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der BITKOM rechnet nach einer aktuellen Prognose im laufenden Jahr mit einem Zuwachs von 28 Prozent auf rund 31 Mio. UMTS-Nutzer. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten wird 2010 in Deutschland um 8 Prozent auf 5,8 Mrd. Euro steigen. Damit entfallen inzwischen ein Viertel der Umsätze der Netzbetreiber auf die mobile Datenübertragung.

Während sich UMTS fest etabliert hat, steht die nächste Stufe der mobilen Kommunikation bereits kurz vor der Einführung. Mit dem neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) sind deutlich höhere Bandbreiten möglich als heute. Grundlage für den LTE-Ausbau ist ebenfalls eine Frequenzauktion der Bundesnetzagentur, die im April und Mai 2010 stattgefunden hat. Der Erlös betrug 4,4 Mrd. Euro.