Renesas Semiconductor Zwei Halbleiter-Produktionsstandorte werden geschlossen

Hauptquartier von Renesas Electronics Europe.
Hauptquartier von Renesas Electronics Europe.

Innerhalb von zwei bis drei Jahren will Renesas die Halbleiterproduktion in Yamaguchi vollständig schließen. Ein zweiter Standort in Shiga wird verkleinert.

Beide Standorte gehören Renesas Semiconductor Manufacturing, einer Tochter der Renesas Electronics Corporation. Vor rund zwei Jahren kündigte der Renesas-Konzern an, seine 6-Zoll-Halbleiterproduktion auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls auch durch Restrukturierung an die Marktbedürfnisse anpassen zu wollen.

Standort Shiga erneut betroffen

Die nun angekündigte Schließung des Standorts in der Präfektur Yamaguchi und der Verkleinerung der Produktion in Shiga seien das Ergebnis dieser Prüfung und notwendig, um den Konzern zukunftsfähig aufzustellen, so die Mitteilung von Renesas. Erhalten bleibt die Komponenten-Produktion in Shiga. Die Silizium-Produktionslinie wird innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre geschlossen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Standort Shiga von einer Verkleinerung betroffen ist: Bereits Anfang 2016 veräußerte Renesas seine 8-Zoll-Produktion für IGBTs, MOSFETs und MEMS-Bausteine an Rohm.

Die Produktion der in Yamaguchi und Shiga gefertigten Halbleiterkomponenten soll entweder in anderen Werken des Renesas-Konzerns fortgesetzt oder eingestellt werden. Wie viele Arbeitsplätze von der Umstrukturierung betroffen sind, teilte das Unternehmen nicht mit. Man werde aber jede Anstrengung unternehmen, um den Betroffenen auch weiterhin eine Anstellung zu ermöglichen.