Globalpress Electronics Summit 2011 Xilinx mit 28-nm-FPGAs zum Anfassen

Vin Ratford, Senior Vice President von Xilinx: „Wir erleben jetzt die schnellste Markteinführung so vieler Produkte wie noch nie zuvor.“
Vin Ratford, Senior Vice President von Xilinx: „Wir erleben jetzt die schnellste Markteinführung so vieler Produkte wie noch nie zuvor.“

Altera und Xilinx liefern sich seit Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Einführung neuer FPGA-Generationen - derzeit scheint Xilinx mit seiner 7-Series schneller. Auf dem Electronics Summit in Santa Cruz verkündeten sie die Bemusterung des ersten 28-nm-Kintex-7-Bausteins 325 T.

Xilinx bringt mit der Kintex-7-Familie die ersten 28-nm-FPGAs ihrer „Unified Platform Architecture“ auf den Markt. „Wir erleben jetzt die schnellste Markteinführung so vieler Produkte wie noch nie zuvor“, erklärte Vin Ratford, Senior Vice President von Xilinx. Gleichzeitig stehen auch die ersten Kintex-7-Boards zur Verfügung und die neue Design-Suite ISE 13.1 mit Kintex-7-Unterstützung. Innerhalb weniger Wochen haben bereits 20.000 Kunden die neue Design-Software heruntergeladen. Außerdem ist nun die AXI4-Bus-IP (AMBA) erhältlich, die zusammen mit ARM entwickelt wurde.

Ratford sieht drei Langzeittrends, die das künftige Wachstum des Unternehmens anfachen:

  • Unersättlicher Bandbreitenbedarf: Der mobile Datenverkehr legt um 92% p.a. zu.
  • Der programmierbare Imperativ: ASIC-Design wird immer teurer und zeitraubender.
  • Verbreiterung der Märkte: FPGAs wandern in immer mehr Applikationen.

Die Industrie braucht Produkte, die Rechenleistung und Leistungsaufnahme, Designzeit und –komplexität sowie Programmierbarkeit und Kosten ausbalancieren. Die 7-Series der Unified Architecture soll diese Herausforderungen meistern. Unter Unified Architecture versteht man bei Xilinx eine einheitliche programmierbare Logik-Verdrahtung, gemeinsamen Software-Support, übergreifend nutzbare IP-Blöcke sowie den gleichen Fertigungsprozess. Diese 28-nm-Plattform umfasst derzeit vier Produktfamilien: Artix-7, Virtex-7, Kintex-7 sowie die neue ARM-Prozessorplattform Zynq.

Die Bausteine der 7-Series bieten zahlreiche Transceiver, zwei 12-bit-A/D-Umsetzer mit einer Abtastrate von 1 MSamples/s, sowie 28-Gbit/s-SERDES-Funktionen. Komplexe FPGAs werden per Stacked Silicon Interconnect aus separaten Dies in einem System-in-Package-Ansatz realisiert. Im Gegensatz zur monolithischen Integration ist dabei die Ausbeute erheblich besser. Außerdem konnte im Vergleich zur 40-nm-Vorgängerfamilie die Leistungsaufnahme um 50 Prozent gesenkt werden.

Flaggschiff-Produkte sind die Virtex-7-FPGAs mit 28-Gbit/s-Transceivern. Diese Familie kann im Extremfall Datentransfers von bis zu 400 Gbit/s auf einem FPGA-Baustein abwickeln.

Kintex-7 ist die Mid-Range-Familie, die auf das beste Verhältnis von Verarbeitungsleistung zu Rechenleistung optimiert wurde.

Artix-7 ist die Abrundung des FPGA-Portfolios nach unten und zielt auf hochvolumige Anwendungen wie sie im Consumer-Markt üblich sind.

Erst kürzlich wurde die Zync-7000-Familie vorgestellt, die Xilinx als erweiterbare Prozessorplattform bezeichnet. Die Zync-7000-Bausteine integrieren ein Dual-Core-Cortex-A9-Subsystem mit programmierbarer Logik.