electronica Trend-Index 2020 Wie ticken die wichtigsten Elektronik-Märkte?

Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München, stellte im Rahmen der electronica-Vorpressekonferenz den electronica Trend-Index 2020 vor.
Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München, stellte im Rahmen der electronica-Vorpressekonferenz den electronica Trend-Index 2020 vor.

Die Messe München wollte anlässlich der Weltleitmesse electronica wissen, »wie die Elektronik der Zukunft das Leben der Menschen verändert«. Dabei kamen erstaunliche Ergebnisse zutage und es stellte sich heraus, dass die wichtigsten Elektronik-Märkte ganz unterschiedlich ticken.

Künstliche Intelligenz in elektronischen Geräten der Zukunft halten 63 Prozent der Bundesbürger für eine gute Idee. Den Verbrauchern ist allerdings wichtig, dass die smarten Helfer nicht die Kontrolle übernehmen: 84 Prozent wollen, dass intelligente Haushalts-Roboter, smarte Autos oder Medizin-Elektronik den Menschen helfen, aber nicht das eigene Denken überflüssig machen. Dies sind Auszüge aus den Ergebnissen des electronica-Trend-Index 2020, den Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München, im Vorfeld der Presse vorstellte. Dafür wurden im Auftrag der Weltleitmesse »electronica« 7.000 Verbraucher in sieben Ländern rund um den Globus im Rahmen einer repräsentativen Studie zu den Themen Smart City, Smart Home, Smart Car und E-Health befragt – darunter 1.000 Bundesbürger in Deutschland. Neben Deutschland umfasst die Befragung auch sechs weitere bedeutende Industrienationen: Vereinigte Staaten von Amerika, Großbritannien, Frankreich, Italien, China und Japan.

Der Wunsch der Verbraucher, sich von smarter Elektronik helfen zu lassen – nicht aber die Kontrolle vollständig aus der Hand zu geben – wird bei der Frage nach dem autonom fahrenden Auto besonders deutlich. So zeigt sich gut jeder zweite Bundesbürger (54 %) reserviert, wenn ein smartes Auto der Zukunft das Steuer übernehmen will und autonom zum Zielort fährt. Ganz anders ist es aber, wenn das intelligente Auto wie ein Fahrlehrer den Straßenverkehr überwacht und nur eingreift, wenn der Mensch am Steuer einen Fehler macht. Solch eine Assistenzleistung bewerten rund 60 % der Deutschen positiv. 

 

 

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electronica-Trend-Index 2020

Der Electronica-Trend-Index 2020 der Messe München zeigt deutlich, dass die wichtigsten Elektronik-Märkte ganz unterschiedlich ticken.

Die Umfrageergebnisse zum elektronischen Gesundheitswesen zeigen ein ähnliches Bild: 82 % wünschen sich elektronische Sicherheitstechnik, die älteren Menschen das Leben Zuhause sicherer macht. Dazu zählen beispielsweise vernetzte Notrufsysteme, Sturzsensoren im Boden oder intelligente Matratzen. Auch künstliche Hände, die den Patienten mit Bioelektronik das Tasten und Fühlen möglich machen oder implantierbare Augensensoren mit der die Sehfähigkeit verbessert wird – bewerten rund 80 % der Verbraucher positiv. Medizin-Roboter, die im Krankenhaus Operationen durchführen, stoßen jedoch bei den Befragten aktuell noch auf Skepsis (53 %). Sehr groß ist der Zuspruch  allerdings heute auch schon beim Einsatz medizinischer, am Körper tragbarer Geräte, den sogenannten Wearables (67 %), mit denen sich Vitalsignale wie Puls, Blutzucker oder Körpertemperatur in Echtzeit aufzeichnen und auswerten lassen.

»Wie der electronica-Trend-Index zeigt, gibt es bei den Verbrauchern weltweit eine große Nachfrage für innovative Technik aus der Welt der Elektronik«, erklärte Senger. »Zudem zeigt der Trend-Index, dass für den internationalen Markterfolg elektronischer Geräte, die Hersteller neben dem Fokus auf technische Raffinesse auch Form und Farbe der Produkte nicht außer Acht lassen sollten. In China wünschen sich 82 % der Verbraucher ein cooles Design. Zum Vergleich: In den USA sind es 70 %, in Deutschland 65 Prozent und in Japan 49 Prozent.«