Airbus Von klein bis groß in Farnborough

Die Farnborough International Airshow wechselt sich mit der Pariser Luftfahrtschau ab.
Die Farnborough International Airshow wechselt sich mit der Pariser Luftfahrtschau ab.

Alle zwei Jahre erwacht der Himmel über einem kleinen Dorf in Südengland zum Leben. Dann findet in Farnborough die Internationale Airshow statt. Ab dem 16. Juli ist es wieder soweit. Dabei zeigt auch der europäische Flugzeugbauer Airbus, was seine Maschinen so können.

Auf der Farnborough International Airshow 2018 präsentiert Airbus seine Palette an zivilen Flugzeugen, von 100- bis 600-Sitzern. Erstmals stellt Airbus auch zwei Flugzeuge der A220-Linie vor, die aus der »C Series Aircraft Limited Partnerschaft« (CSALP) hervorgehen. Eigentlich handelt es sich bei den A220-Modellen um Flugzeuge des Herstellers Bombardier, die jetzt von Airbus gebaut und vertrieben werden.

Bombardier entwarf diese um seine Modellpalette nach oben hin zu erweitern. Es kam aber zu Problemen bei der Entwicklung und beim Vertrieb, weshalb die Firma die CSALP gründete. Im Oktober 2017 wurde bekannt, dass Airbus 50,01% der Anteile an der Partnerschaft übernommen hatte.

Flügel mit »Haifischflossen«

Am Mittwoch präsentiert Airbus zudem einen A321 neo, eines der klassischen Single-Aile-Modelle, das über neue Flügel, mit Sharklets an den Enden, und bessere Triebwerke verfügt und dadurch weniger Kraftsoff verbraucht. Die neuesten Modelle der Airbus-Großraumflugzeuge, die A330-900neo und die A350-1000, werden erstmals an den Flugvorführungen in Farnborough teilnehmen.

Die A350-Linie ist das erste Flugzeugt von Airbus mit einem Rumpf aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und einem extra breiten Rumpf. Die A350-1000 wird auf der Airshow die Farben des Erstbetreibers Quatar-Airways tragen. In der zweiten Wochenhälfte zeigt Airbus dann das größte Flugzeug aus seinem Portfolio, den Doppeldecker A380.

Helikopter und Drohnen

Auch Airbus Helicopters und Airbus Defence and Space sind auf der Airshow vertreten. Erstere präsentieren einen einmotorigen Hubschrauber vom Typ H125, der mit speziellen Sensoren und einem Telemetrie-Kit ausgestattet ist. Der Helikopter wird später an der Testpilotenschule »Empire Test Pilots' School« in Großbritannien zum Einsatz kommen. Zusätzlich zeigt die Airbus-Tochter ein 1:1-Modell der Hubschrauberdrohne VSR700.

Sogar der berüchtigte A400M-Militärtransprter zeigt sich in Farnborough und nimmt an den Flugvorführungen teil. Der A400M wurde während seiner Entwicklung immer wieder in den Medien thematisiert, da die Produktion des Transporters sich mehrmals verzögert hatte und es Probleme bei der Technik und den ersten Flugversuchen gab. Ebenfalls ausgestellt ist Zephyr, ein solarbetriebenes unbemanntes Fluggerät, das sich in der Stratosphäre fortbewegen kann. Diese beginnt ab 15 km Höhe, also über der normalen Flughöher ziviler Flugzeuge.

Extraterrestrisches

In der »Space Zone« wird Airbus den auf einer simulierten Marsoberfläche fahrenden Prototyp des ExoMars-Rovers ausstellen. Im eigenen Pavillon zeigt Airbus verschiedene Kommunikations- und Mobilitätslösungen.

Die Farnborough International Airshow findet vom 16. bis 22. Juli statt. Farnborough ist eine Stadt in der Grafschaft Hampshire im Süden Englands, in der alle zwei Jahre die gleichnamige internationale Airshow ausgerichtet wird.

Bilder: 8

Airbus – von klein bis groß

Ein Überblick über die FLugzeugmodelle von Airbus