Trauer beim texanischen Halbleiterhersteller Verschollenes Flugzeug MH370: Freescale vermisst Mitarbeiter

Boeing 777-200 der Malysia Airlines. Ein Flugzeug dieses Typs ist am 8. März u.a. mit 20 Mitarbeitern von Freescale amn Bord verschollen.
Boeing 777-200 der Malysia Airlines. Ein Flugzeug dieses Typs ist am 8. März u.a. mit 20 Mitarbeitern von Freescale an Bord verschollen.

An Bord des Flugzeugs der Malaysia Airlines, das seit Samstag gesucht wird, waren 20 Mitarbeiter des Chipherstellers Freescale Semiconductor. Das Unternehmen hat im Rahmen eines Unterstützungsprogramms für seine Mitarbeiter ein Team von Betreuern engagiert.

An Bord des Flugzeugs MH370 der Malaysia Airlines, das seit Samstagmorgen vermisst wird, waren 20 Mitarbeiter des Chipherstellers Freescale Semiconductor. Das hat das Unternehmen in Austin, Texas, mitgeteilt. Zwölf davon stammen aus Malaysia, acht aus China.

Flug MH370 ist am 8. März (Ortszeit) um 0:41 von Kuala Lumpur gestartet und sollte knapp sechs Stunden später in Peking landen. Zwei Stunden nach dem Start wurde das Flugzeug, eine 2002 ausgelieferte Boeing 777, als vermisst gemeldet. An Bord waren 227 Passagiere und die zwölf Malaysier zählende Besatzung.

"Derzeit konzentrieren wir uns nur auf unsere Mitarbeiter und ihre Familien", sagte Freescales CEO Gregg Lowe, "unsere Gedanken und Gebete sind mit jenen, die von diesem tragischen Ereignis betroffen sind." Das Unternehmen hat im Rahmen eines Unterstützungsprogramms für seine Mitarbeiter ein Team von Betreuern engagiert. Sie stünden rund um die Uhr zur Verfügung, heißt es.

Von Flug MH370 wurde kein Notruf empfangen. Das Wetter in der Region dürfte gut gewesen sein. Über die näheren Umstände ist noch nichts bekannt. An der Suchaktion beteiligten sich mindestens acht Länder, bislang ohne Erfolg. Wie die South China Morning Post berichtet, haben vietnamesische Behörden im Golf von Thailand zwei 15 bis 20 Kilometer lange Ölspuren entdeckt. Ein Zusammenhang mit dem Verschwinden des Flugzeugs ist nicht bestätigt.

Mehr als die Hälfte der Passagiere waren Chinesen. Zunächst gab es Berichte über einen österreichischen Passagier. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, ist der Mann jedoch zu Hause und wohlauf. Sein Reisepass war ihm in Thailand gestohlen worden. Auch ein Italiener, dessen Pass in Thailand gestohlen wurde, saß wohl nicht an Bord. Die auf die fremden Namen ausgestellten Flugtickets stammen von den China Southern Airlines (CZ). Die Tickets tragen fortlaufenden Nummern, was auf eine praktisch gleichzeitige Ausstellung hindeutet.

Die gebuchte Reiseroute sollte von Peking weiter über Amsterdam nach Kopenhagen respektive Frankfurt führen.