Renesas Steht Übernahme durch staatlichen Investmentfond unmittelbar bevor?

Laut japanischen Medienberichten soll ein staatlicher Investment-Fond schon Anfang Dezember für rund 2,2 Mrd. Dollar eine Zwei-Drittel-Mehrheit an dem Chip-Hersteller Renesas Electronics erwerben.

Weitere 5 Prozent sollen für knapp 250 Mio. Dollar an ein acht Unternehmen umfassendes Firmenkonsortium u.a. mit Toyota, Nissan und Panasonic gehen. Außerdem sollen nach dem Bericht weitere 5.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Nachdem die japanische Zeitung Nikkei von der Einigung berichtet hatte, stieg der Aktienkurs von Renesas an der Börse in Tokyo um 17 %. Dem Bericht zu Folge wird der staatliche Investment-Fund “Innovation Corp. of Japan” schon Anfang Dezember die Mehrheit an Rensas übernehmen.

Neben dem schon am 16. Oktober angekündigten Stellenabbau von 7.500 Mitarbeitern soll laut Nikkei der Plan den Abbau von weiteren 5.000 Arbeitsplätzen vorsehen. Einige Hundert sollen von einem der bisherigen Großaktionäre, Mitsubishi Electric, übernommen werden, die beiden anderen NEC und Hitachi sollen jeweils rund 12 Mio. Dollar für einen weiteren Vorruhestandsplan beisteuern. In Summe würden von den ehemals rund 44.000 Mitarbeitern dann noch 31.500 übrigbleiben.

Mitsubishi, Hitachi und NEC, die zusammen 90 % an Renesas halten, werden nach der Großinvestition Minderheitsaktionäre. Das Firmenkonsortium, das einen Anteil von 5 % kaufen soll, besteht laut Nikkei neben Toyota, Nissan und Panasonic aus den Autozulieferern Denso und Keithin sowie den Konsum-Elektronik-Herstellern Nikon, Canon und den Instustriekonzern Yaskawa Electric. Alle setzen in großem Umfang Chips von Renesas ein.

Der US-Finanzinvestor KKR, der ebenfalls Interesse an Renesas verkündet hatte, bleibt nach diesem Plan außen vor.