Toshiba Starterkit für ARM9-Mikrocontroller

Toshiba liefert ein Starterkit mit dem sich Anwendungen auf Basis der eigenen TMPA90xCMXBG-Bausteine entwickeln lassen, die eine 32-Bit-ARM9-MCU mit einer integrierten Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMI) vereinen.

Das Starterkit BMSKTOPAS900 umfasst sämtliche Hardware und Software, die für eine schnelle Entwicklung von Embedded-Applikationen erforderlich ist und die MMI-Funktionen sowie eine Datenanbindung erfordern. Für Haushaltsgeräte vereinfachen TMPA90xCMXBG-Bausteine die Einhaltung der Sicherheitsstandards nach IEC60730 (Klasse B), da sie einen Oscillation Frequency Detector (OFD) enthalten, der eine Hardwareüberwachung des CPU-Takts ermöglicht.

Auf der Basis des 32-Bit-Cores ARM926EJ-S, der mit bis zu 200 MHz betrieben wird, bieten die TMPA90xCMXBG-MCUs integrierte Grafikfunktionen wie einen LCD-Controller und Bildverarbeitungsbeschleuniger, der On-Chip-Skalierung, Filterung und Überblenden bei einer Auflösung bis zu 800 x 480 ermöglicht. Zu den weiteren Bausteinfunktionen zählen ein 10-Bit-A/D-Wandler, Timer, ein Melodie-/Alarmgenerator und USB Host/Device, SPI, SD-Card, UART, I²C- und I²S-Anbindung. Ein Touchscreen-Controller und CMOS-Bildsensor bieten zusätzliche Flexibilität bei der Implementierung von MMI-Designs.

Toshibas neues Starterkit basiert auf einem Evaluierungsboard, das den Host-Mikrocontroller und ein 3,5"-Touchscreen-Display, Speicher, einen SD-Card-Sockel, eine Joystick-Steuerung sowie Audio-I/O-Anschlüsse mit zugehörigem Audio-D/A-Wandler enthält. Datenanbindung wird über Ethernet, USB und RS232-Schnittstellen gewährleistet; eine JTAG-Schnittstelle vereinfacht das Debugging. Der auf der Platine befindliche Speicher umfasst 64 MByte SDRAM, 32 MByte NOR-Flash und 256 MByte NAND-Flash.

Das BMSKTOPAS900 wird mit einen USB-gesteuerten J-Link ARM JTAG-Emulator ausgeliefert, der Download-Geschwindigkeiten bis zu 720 KByte/s und eine maximale JTAG-Taktrate bis 12 MHz bereitstellt. Zum weiteren Support zählen Tools von Drittanbietern, wie die grafische Benutzeroberflächen-Software emWin und das Echtzeit-Betriebssystem embOS von Segger, sowie Entwicklungssoftware von Atollic, IAR und Keil. Für Linux-basierte Designs steht eine kostenlose Entwicklungsumgebung von bplan bereit.