Fab-Ausrüster Starkes Wachstum im ersten Quartal

Das Marktforschungsinstitut VLSI Research hat bekannt gegeben, dass der Markt für Fab-Tools im ersten Quartal um 43 % auf 10,4 Mrd. Dollar gewachsen ist. Insgesamt sollen 2010 sogar 47,6 Mrd. Dollar umgesetzt werden, was gegenüber dem Krisenjahr 2009 ein Wachstum von 95,8 % bedeuten würde.

Auch wenn die Zahlen für die Gesamtbranche natürlich hocherfreulich sind, gibt es signifikante Unterschiede im Erfolg der einzelnen Hersteller. Marktführer Applied Materials konnte seinen Umsatz um 43 % auf 1,74 Mrd. Dollar steigern, der zweitplatzierte Tokyo Electron Ltd. (TEL) immerhin noch um 36 % auf 1,151 Mrd. Dollar.

Im Vergleich dazu muten die Zahlen von der Nr. 3, ASML, fast schon bescheiden an: Ein Wachstum von "nur" 20 %, dazu von einer kleineren Basis, bedeuten 1,026 Mrd. Dollar Umsatz in Q1 2010. Auf dem vierten Platz findet sich Lam Research mit 633 Mio. Dollar Umsatz, was ein Wachstum von 30 % gegenüber dem Vorquartal bedeutet.

Der fünftplatzierte KLA-Tencor belegt von den Top-Fab-Ausrüstern in Bezug auf das Wachstum den drittschlechtesten Rang: 9 % Wachstum ergeben 446 Mio. Dollar Umsatz. Auf dem 6. Rang findet sich Nikon mit 360 Mio. Dollar Umsatz und 32 % Wachstum, ganz schlimm steht der siebtplatzierte japanische Kollege Dainippon Screen mit 346 Mio. Dollar da: Mit -1 % ist es die einzige Firma in den Top 10, die gegenüber dem Vorquartal einen Umsatzverlust verbuchen musste.

Auf dem 8. Platz folgt der "prozentuale Wachstumssieger" Teradyne mit 46 %, was zu 290 Mio. Dollar Umsatz führte. Hier muss man jedoch die geringe Basis berücksichtigen, so dass das Wachstum in Absolutwerten weit hinter dem von Applied Materials und anderen zurückbleibt.

ASM International BV belegt mit dem zweitniedrigsten Wachstum von 4 % Platz 9, der Umsatz in Q1 betrug 259 Mio. Dollar. Abgeschlossen werden die Top-10 mit Novellus Systems, das 13 % Wachstum und 253 Mio. Dollar Umsatz erzielen konnte.

Insgesamt erzielten die Top-10-Fab-Ausrüster einen Umsatz von 2,62 Mrd. Dollar, was rund ein Viertel des Gesamtmarktes ausmacht.