Rettungsaktion in Japan Staatsfond soll Renesas retten

Der finanziell angeschlagene japanische Chip-Hersteller Renesas Electronics soll Medienberichten zufolge schon im November 1,875 Mrd. Dollar von einem staatlichen Investment-Fond erhalten, dazu 625 Mio. Dollar von einem Firmenkonsortium.

Den Berichten zufolge soll der "Innovation Network Corp. of Japan" genannte Fond die 150 Mrd. Yen (rund 1,875 Mrd. US-Dollar) für seine Investition zwei Drittel der Renesas-Aktien erhalten. Das Firmenkonsortium, das 50 Mrd. Yen (rund 625 Mio. Dollar) in Renesas investieren soll, soll insgesamt aus 10 Unternehmen bestehen, darunter die Automobilhersteller Toyota und Nissan, der Automobil-Zulieferer Denso und Panasonic.

Nach dem Bericht wird der staatlich kontrollierte Investement-Fond Renesas weiterhin auffordern, im Rahmen einer weiteren Restrukturierung den verlustträchtigen LSI-Geschäftsbereich zu verkaufen, was Renesas bisher strikt abgelehnt hat.

Der amerikanische Investor KKR soll sein Angebot in Höhe von 100 Mrd. Yen (knapp 1 Mrd. Dollar) an die Banken und Gesellschafter von Renesas (NEC, Hitachi und Mitsubishi) derweil zurückgezogen haben.

Zuletzt hatte Renesas seine Tochtergesellschaft Renesas High Componentes für einen unbekannten Preis an Aoi Electronic Co. verkauft. Im Rahmen eines Vorruhestandsprogramms wurden 7.500 Arbeitsplätze abgebaut, was rund 17 % der Gesamtarbeitsplätze entspricht. Desweiteren werden 8 von 18 Fabs in Japan geschlossen oder verkauft.

Renesas hat in den letzten 7 Jahren einen Gesamtverlust von 472 Mrd. Yen (rund 8,26 Mrd. US-Dollar) angehäuft, für dieses Geschäftsjahr wird ein weiterer Verlust in Höhe von knapp 2 Mrd. Dollar prognostiziert.