Halbleiterindustrie Renesas rechnet mit niedrigeren Umsätzen und höheren Verlusten

Der japanische Chip-Hersteller Renesas Electronics hat seine Prognose für das am 30.3.2012 endende Geschäftsjahr nach unten korrigiert - sowohl was den Umsatz als auch die zu erwartenden Verluste angeht.

Gegenüber der letzten Prognose, die am 31.10.2011 abgegeben wurde, hat Renesas Electronics die Umsatzerwartung auf nur noch 885 Mrd. Yen (11,6 Mrd. US-Dollar) korrigiert. Zuvor hatten die Japaner noch 968 Mrd. Yen erwartet. Der Verlust am Ende des Geschäftsjahres (31.3.2012) wird nunmehr auf 57 Mrd. Yen (747 Mio. US-Dollar) geschätzt (zuvor auf 40 Mrd. Yen).

Im vorherigen Geschäftsjahr, das am 31.3.2011 endete, betrug der Umsatz noch 1.136 Mrd. Yen, allerdings mussten auch höhere Verluste in Höhe von 115 Mrd. Yen hingenommen werden.

Neben der Erdbebenkatastrophe in Japan im März 2011 wurde das Geschäft von Renesas im aktuellen Geschäftsjahr auch durch die Flutkatastrophe in Thailand beeinträchtigt. Auch die starke Aufwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar hat das Geschäft für die Japaner nicht einfacher gemacht.

Ausstieg aus dem Geschäft mit Treiber-ICs für große Displays

Zeitgleich mit der neuen Umsatz- und Gewinnprognose gab Renesas den Rückzug aus dem Geschäft mit Treiber-ICs für Großdisplays (z.B. Fernseher) zum 31.3.2012 bekannt. Bestehende Kunden sollen noch bis Ende März 2013 beliefert werden. Als Gründe für den Rückzug gibt Renesas den Preisverfall bei derartigen Chips und die schlechte Marktsituation im Allgemeinen an.