Computex Neue Intel Atom- und Core-Prozessoren

In Taiwan treffen sich zur Zeit alle namhaften Hersteller aus der PC-Branche auf der IT-Messe Computex. Von Intel gab es Neuigkeiten aus dem Bereich Atom und der Core-Reihe. David Perlmutter, Executive Vice President und Co-General Manager der Intel Architecture Group, erklärte in seiner Eröffnugsrede, wie es mit Atom weitergeht.

Dem bislang als Single-Core-Variante erhältlichen Pineview-Prozessor, dem Intel Atom N450, stellt Intel nun zwei neue Exemplare für Netbooks zur Seite. Mit dem Atom N455 (Single-Core) und N475 (Dual-Core) haben Netbook-Designer ab sofort die Möglichkeit, auch DDR3-Speicher anzubinden. Für Desktop-PCs aus dem Einsteigerbereich stellte Intel die Atom Prozessoren D425 mit einem Core und den Dual-Core D525 vor, die ab dem 21. Juni ausgeliefert werden sollen.

Zudem könnte die Atom-Reihe noch in diesem Jahr schnellere Verstärkung mit zwei Cores erhalten. Der Pineview Dual-Core soll bei gleicher kompakter Größe und identischer Akkulaufzeit der Notebooks schneller rechnen als sein Vorgänger und wird laut Intel in der kommenden Woche in Produktion gehen und soll "im Winter dieses Jahres" im Handel sein. Die kommende Atom-Plattform für Tablets hört auf den Codenamen Oak Trail und zielt mit ihrer geringen Wärmeentwicklung auch auf Notebooks und Netbooks und den Betriebssystemen Windows 7, MeeGo oder Google-OS ab. Bei einem um 50 Prozent gesunkenen Energieverbrauch soll die Plattform trotzdem Videos in High Definition abspielen können. Freunde schlanker Hardware beglückt der Chiphersteller zur Computex außerdem mit Canoe Lake, einem auf Pine Trail basieren Netbook-Design, das Geräte mit einer Bauhöhe von 14 Millimetern erlaubt.

Core i7- und i5-Prozessoren zum Übertakten

Laut Perlmutter ist Intel mit Atom ein wahrer Coup gelungen: 50 Millionen Netbooks mit diesem Prozessor seien in den vergangenen zwei Jahren verkauft worden. Er kam auch auf die Ausbreitung auf andere Geräte zu sprechen, zum Beispiel zusammen mit MeeGo in Infotainment-Systemen in Autos, mit dem kürzlich fertiggestellten Moorestown-Prozessor in Smartphones oder in dem sogenannten Intel Reader. Wer nun an ein Konkurrenzprodukt zu den herkömmlichen E-Book-Readern wie dem Kindle denkt, liegt falsch. Der Intel Reader soll als Vorlesegerät für Sehbehinderte dienen. Intel erwähnte auch den App Store, den Asus sich bereits auf die Agenda gesetzt hat. Asus sei der erste OEM-Hersteller, der den App-Client auf seinen Netbooks vorinstallieren wird. Zunächst sind im Herbst die Windows-Rechner an der Reihe, MeeGo-Hardware soll folgen.

Fernab der Atom-Neuigkeiten gab Intel noch die Verfügbarkeit zweier neuer Core Prozessoren zum Übertakten bekannt. Der Intel Core i7-875K mit vier Kernen à 2,93 Gigahertz (GHz) für 342 US-Dollar (etwa 280 Euro) und der i5-655K mit 2x3,2 GHz für 216 Dollar gleichen den bereits erhältlichen i7-870- und i5-650-Modellen, haben aber keinen fest vorgegebenen Takt und somit einen offenen Multiplikator.