Elektronik-Zeitreise Mikrocomputer führt gesprochene Befehle aus

Das Computersystem 2020 konnte auf bestimmte Begriffe trainiert werden.
Das Computersystem 2020 konnte auf bestimmte Begriffe trainiert werden.

Siri, Cortana und Alexa. Computersysteme verstehen die gesprochene Sprache immer besser. Einen Vorläufer der heutigen Spracherkennungssysteme gab es schon 1965. Der damals präsentierte Computer konnte zumindest auf einige Schlüsselwörter trainiert werden.

Das auf den Markt kommende Computersystem 2020 von ITT-Schaub-Lorenz lernt durch Vorsagen bestimmte Worte und kann dann durch diese gelernten Schlüsselworte zum Abarbeiten von Programmen veranlaßt werden. Dadurch ist es durch Zuruf möglich, ohne Betätigung der Tastatur, z.B. bei einer Lagerinventur, Stückzahlen aufzunehmen oder im Heimbereich bestimmte Steuerfunktionen auszulösen.

Nach Aussagen des Herstellers scheint der Hobby-Computer-Markt in den USA gesättigt, wenn nicht sogar rückläufig zu sein. Daher versucht ITT mit dem neuen System den kommerziellen Anwenderkreis anzusprechen: Service- und Kundendienstbetriebe, Handelsunternehmen, Ingenieurbüros sowie Forschungs- und Entwicklungslabors.

Aufgrund der Rechnerflexibilität kann das System an nahezu jede Aufgabenstellung angepaßt werden. Das beginnt mit der freien Wahl der Bildschirmgröße in Schwarzweiß oder Farbe und endet bei den Anschlußmöglichkeiten für externe Massenspeicher und Drucker. […] Der Speicherbereich des Grundgeräts kann nachträglich bis auf 48 KByte RAM und 12 KByte ROM aufgestockt werden. […]

Das System 2020 ist aus dem Apple-Programm heraus entstanden. Somit kann dieses System auf die schon bestehende Software für den Apple II zurückgreifen bzw. ist damit kompatibel. Das Grundgerät kostet mit 16-KByte-Arbeitsspeicher 3830 DM. Die Maximal-Version mit dem Nadeldrucker 779, einem Floppy-Disk-Laufwerk und einem 48-KByte-Speicher 9200 DM (ohne Mehrwertsteuer).