NXP: Mehr Umsatz, höherer Verlust

Im Geschäftjahr 2010 konnte der Halbleiterhersteller NXP seinen Umsatz gegenüber 2009 von 3,5 auf 4,4 Mrd. Dollar erhöhen, allerdings stiegen auch die Verluste. Auffällig in der Bilanz waren auch die drastisch gesenkten Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

Erfreulich aus NXP-Sicht ist die Tatsache, dass der Kredit in Höhe von ursprunglich 6 Mrd. Dollar, den der Investor KKR nach dem Kauf der Firma im Jahr 2006 aufgeladen hatte, im Geschäftsjahr 2010 um weitere 604 Mio. Dollar auf jetzt 3,65 Mrd. Dollar abgetragen werden konnte, so dass sich die Zinszahlungen weiter reduzieren. Im Jahr 2010 musste NXP noch 318 Mio. Dollar Zinsen zahlen (nach 359 Mio. Dollar in 2009).

Die Umsatzsteigerung von 3,5 Mrd. Dollar in 2009 auf 4,4 Mrd. Dollar in 2010 schlug sich nicht im Betriebsergebnis nieder: NXP erzielte einen Verlust in Höhe von 406 Mio. Dollar, nachdem der Verlust in 2009 "nur" 153 Mio. Dollar betragen hatte. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung hat NXP von 764 Mio. Dollar in 2009 (dies entsprach 21,7 % des Umsatzes) auf 568 Mio. Dollar (12,9 % vom Umsatz) zurückgefahren. Damit steht NXP weit hinter der Konkurrenz von ST Microelectronics (22,7 %), aber noch vor Infineon (12 %) und Texas Instruments (11,24 %).